Prof. Dr. Inéz Frerichs ist Mitarbeiterin an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Frau Prof. Frerichs hat sich mit dem Neugeborenen-Atemnotsyndrom und der dazugehörigen Therapie mit Surfactant beschäftigt.

Surfactant sorgt für die mechanische Stabilisierung der kleinen Lungenbläschen und ist deshalb Voraussetzung für normales Atmen mit dem geringsten Aufwand. Durch den Mangel an Surfactant in der unreifen Lunge kommt es zum Atemnotsyndrom.

Bisher konnten die optimale Darreichungsform und das Beatmungsmanagement vor, während und nach der Surfactant-Gabe nicht endgültig definiert werden. Mit der so genannten elektrischen Impedanztomographie steht seit kurzem ein neues Verfahren zur Verfügung, mit dem nicht-operativ die Verteilung der Belüftung in der Lunge untersucht werden kann.

Dieses Verfahren wurde von Frau Prof. Frerichs erfolgreich an einem akuten Lungenschädigungsmodell eingesetzt, um die Änderungen der regionalen Lungenbelüftung nach Surfactant-Gabe zu untersuchen.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein