Eine Studie zeigt, dass die Hauptrisikofaktoren für einen Todesfall auf der Intensivstation das Versagen des zentralen Nervensystems und Herz-Kreislauf-Versagen sind. Die häufigste Todesursache ist Multiorganversagen. Viktoria Mayr und Kollegen von der Medizinischen Universität Innsbruck haben in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich die Todesursache von 3.700 Patienten untersucht, die auf einer Intensivstation gelegen hatten. Sie analysierten die Todesursache auf der Intensivstation, im Krankenhaus, wenn die Patienten auf eine normale Station verlegt worden waren und ein Jahr nach der Aufnahme auf die Intensivstation.

Die Ergebnisse zeigen, dass 47 Prozent der Patienten, die auf der Intensivstation verstarben, an Multiorganversagen starben. Akutes Organversagen und Multiorganversagen waren viel häufiger die Todesursache als das Versagen eines einzelnen Organs. Ferner hatten Patienten, bei denen das zentrale Nervensystem versagte, ein um 16,07 Prozent erhöhtes Todesrisiko während sie auf der Intensivstation lagen, und Patienten mit Herz-Kreislauf-Versagen hatten ein nahezu zwölfprozentiges Todesrisiko.

Dies waren die Haupttodesursachen für Patienten während sie sich auf der Intensivstation befanden. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass bösartige Tumorerkrankungen für über ein Drittel der Todesfälle von Patienten verantwortlich waren, die nicht mehr auf der Intensivstation lagen. Dies war ebenfalls die häufigste Todesursache ein Jahr nach der Aufnahme auf die Intensivstation. Eine Verschlimmerung von chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen war für 19,4 Prozent aller Todesfälle nach der Entlassung aus der Intensivstation verantwortlich. Somit sind sie die zweithäufigste Todesursache sowohl nach der Entlassung aus der Intensivstation als auch ein Jahr nach der Aufnahme auf eine Intensivstation.

MEDICA.de; Source: BioMed Central Limited