Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte im Rahmen der Preisverleihung: "Der Hausarzt hält den Schlüssel zu einer modernen Medizin in seiner Hand. Die Hausarztmodelle bringen mehr Qualität in die Versorgung. Hausärzte sind ‚Lotsen', die als Partner Patientinnen und Patienten durch die Behandlung leiten und diese koordinieren. Das bringt mehr Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten."

Durch den Hausarzt könnten Patientinnen und Patienten wohnort- und zeitnah versorgt werden, so Schmidt. Es gäbe schneller einen Termin, lange Wartezeiten seien selten und die Versicherten könnten sich die Praxisgebühr sparen, wenn sie sich in ein Hausarztmodell einschreiben.

"In einer Gesellschaft des längeren Lebens wird die hausärztliche Versorgung zunehmend an Bedeutung gewinnen", sagte Schmidt, "denn sie gibt Antwort auf die Frage, wie die Versorgung der steigenden Zahl älterer Menschen in Zukunft organisiert werden kann, wie mit den zunehmenden chronischen Erkrankungen umgegangen wird, wie Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinausgeschoben werden kann, damit die Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können, so lange es geht."

Bei vielen gesundheitlichen Problemen lägen die Wurzeln in der familiären und beruflichen Umgebung. Weil der Hausarzt die Lebensverhältnisse und die Gewohnheiten der Patientinnen und Patienten genau kenne, sei von ihm die Behandlung auch präventiv am effektivsten, folgerte Schmidt.

"Mit dem Berliner Gesundheitspreis 2004 wird die Diskussion um die künftige Rolle des Hausarztes weitergeführt. Das brauchen wir, denn Hausarztmedizin ist Zukunftsmedizin", resümierte Schmidt.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung