Frühere Studien konnten einen Zusammenhang zwischen dem Hämoglobin A1C-Wert und dem Mortalitätsrisiko nachweisen. Allerdings waren solche Studien oft auf Patienten mit Diabetes mellitus beschränkt. Neue Daten aus Neuseeland zeigen, dass der HbA1C-Wert auch bei „gesunden“ Menschen, die frei sind von Diabetes mellitus, die Langzeitprognose beeinflusst.

Im Rahmen einer „Hepatitis Foundation screening campaign for hepatitis B“ haben 47.904 Personen in Neuseeland zwischen 1999 und 2001 ihren HbA1C-Wert untersuchen lassen. Anonym vernetzte man die Daten dieser Untersuchungen dann mit der nationalen Datenbank für Todesfälle.

Zu Beginn der Untersuchung hatten 142 Probanden einen HbA1C-Wert von weniger als vier Prozent, 12.867 von weniger als fünf Prozent und 30.222 Personen einen HbA1C-Wert von unter sechs Prozent. Die restlichen Probanden lagen darüber.

Während des Nachbeobachtungszeitraums traten 815 Todesfälle auf. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang mit dem HbA1C-Wert bei Menschen, die zu Beginn der Studie nicht an Diabetes mellitus litten: Als Referenzwert galt ein Wert unter fünf Prozent. Jene, die darüber lagen, hatten ein erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko. Für jene, deren HbA1C-Wert in der höchsten Kategorie lag – dies betraf 1.596 Probanden mit einem Wert von sieben Prozent oder höher – stieg das Mortalitätsrisiko um das 2,36-fache. Als man die Todesursachen untersuchte, fand man kardiovaskuläre, endokrine, metabolische und Immunkrankheiten sowie andere Todesursachen.

MEDICA.de; Quelle: Diabetes Care 2008, Vol. 31, S. 1144-1149