Die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen steigt mit zunehmendem Alter stark an, von weniger als zwei Prozent bei den 65- bis 69-Jährigen auf über 30 Prozent bei den 90-Jährigen und Älteren. Aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer steigenden Zahl älterer Menschen wird die Zahl der Erkrankungen in Zukunft steigen.

Etwa 60 Prozent der Demenzkranken leben in Privathaushalten. Vor allem die zusätzlich zu den kognitiven Störungen auftretenden Verhaltensprobleme der Erkrankten erhöhen die Belastungen pflegender Angehöriger erheblich. Daher sind Demenzen auch der mit Abstand wichtigste Grund für die Aufnahme in ein Heim. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 400.000 demenziell erkrankte Menschen in Alten- und Pflegeheimen versorgt werden, das sind nahezu zwei Drittel aller Pflegeheimbewohner.

Demenzen gehören zu den teuersten Krankheiten im Alter. In Deutschland wurden für die Alzheimerdemenz pro Patient und Jahr durchschnittlich Kosten von knapp 44.000 Euro ermittelt, wobei 68 Prozent auf die Familie entfallen, 30 % auf die gesetzliche Pflegeversicherung und 2,5 Prozent auf die gesetzliche Krankenversicherung.

Das Robert Koch-Institut, das die Gesundheitsberichterstattung des Bundes in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt durchführt, veröffentlicht regelmäßig Themenhefte. Das GBE-Heft "Altersdemenz" ist auf der RKI-Internetseite abrufbar www.rki.de und kann kostenlos schriftlich angefordert werden: Robert Koch-Institut, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 01888 - 754-3513.

MEDICA.de; Quelle: Robert Koch-Institut