In einer Studie, die auf Telefonaten mit einer repräsentativen Auswahl der Gesamtbevölkerung beruhte, untersuchten Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen dem Body Mass Index (BMI) und der Prävalenz, Häufigkeit und klinischen Symptomen von Migräneattacken. 3.791 Personen nahmen an dieser Studie teil.

Je nach Gewicht und Körpergröße wurden die Probanden in fünf Kategorien unterteilt: Untergewichtige (BMI weniger als 18,5 kg/m2), Normalgewichtige (18,5 bis 24,9 kg/m2), Übergewichtige (25 bis 29,9 kg/m2), stark Übergewichtige (30 bis 34,9 kg/m2) und die krankhaft Übergewichtigen (mehr als 35 kg/m2). 51,3 Prozent der Probanden hatten einen normalen BMI, 30,6 Prozent waren übergewichtig, 10,4 Prozent stark übergewichtig und 4,6 Prozent krankhaft übergewichtig. Nur 3,1 Prozent der Patienten waren untergewichtig. Das Durchschnittsalter der Probanden, von denen 65 Prozent Frauen waren, lag bei 38,7 Jahren.

Da die Studienleiter die Angerufenen nicht nur nach Größe und Gewicht sondern auch Migränebeschwerden fragten, konnte so in Zusammenhang zwischen der Art der Erkrankung und dem BMI gezogen werden. Die Prävalenz der Migräne ist demnach völlig unabhängig vom BMI. Anders die Frequenz der Attacken: Mit steigendem BMI nahmen die Attacken an Häufigkeit zu. Bei den normalgewichtigen Migränepatienten hatten 4,4 Prozent der Probanden zehn bis 15 Attacken pro Monat. Unter den Übergewichtigen stieg dieser Prozentsatz auf 5,8 Prozent. Bei den stark Übergewichtigen litten schon 13,6 Prozent an zehn bis 15 Attacken pro Monat und bei den krankhaft Übergewichtigen waren es 20,7 Prozent.

Ähnliches gilt auch für die Schwere der Erkrankung: Heftige Beschwerden schilderten 53 Prozent der Normalgewichtigen. Dieser Prozentsatz stieg in den anderen Gruppen auf 57 Prozent, 59 Prozent und schließlich 63 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: Neurology 2006, Vol. 66, S. 545-550