Heilen mit Bio-Keramik

Foto: Knochenschrauben

Knochenschrauben aus Bio-Kramik
verwachsen mit dem Knochen;
© panthermedia.net/Thomas Hecker

Mit der gemeinsam mit Kollegen vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und der Seepark Klinik Wesermünde entwickelten biokeramischen Knochenschraube hat Rezwan Furore gemacht. Ihr Material ist einem Knochen so ähnlich, dass sie sich nach einer Operation nach und nach auf natürliche Weise auflöst und dabei auch noch für den Körper wichtiges Calcium freisetzt.

Rezwan forscht an sogenannten biokeramischen Stoffen. Solche Bio-Keramiken hat er in einem speziellen Verfahren aus Aluminium- und Siliziumoxid-Pulver gebrannt. Unter weiteren Zutaten wie Bindemittel, Hitze und Druck werden die Werkstoffe in Form gebracht – zum Beispiel in die Form jener Knochenschrauben.

Für Patienten mit Kreuzbandrissen ist der Stoff ein wahrer Segen, denn sie verwachsen mit dem Knochen. Das spart Operationen und beschleunigt die Heilung. Die Erfindung könnte sich lohnen. Das weltweite Marktpotenzial schätzt der Materialforscher auf 400 Millionen Euro. Allein in Deutschland erleiden pro Jahr 60.000 Patienten einen Kreuzbandriss – ein großes Einsatzgebiet für die Erfindung.

MEDICA.de; Quelle: Universität Bremen