Helmholtz fördert Kohortenstudie

Dazu zählen unter anderem Herz- Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und Demenzerkrankungen. Außerdem sollen Risikofaktoren und Wege einer wirksamen Vorbeugung identifiziert werden.

In der Kohortenstudie sollen 200.000 Menschen eingebunden und über zehn bis zwanzig Jahre begleitet werden. Die Probanden, die zum Zeitpunkt ihrer Rekrutierung gesund sind und ihr Einverständnis zur Teilnahme gegeben haben, werden regelmäßig medizinisch untersucht und nach Lebensgewohnheiten und sozioökonomischen Daten befragt.

Im Lauf der nächsten Jahre werden bei einigen Teilnehmern naturgemäß bestimmte Erkrankungen auftreten, die dann rückwirkend mit den erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden können. Sie ist damit ein gutes Werkzeug für eine Vielzahl von epidemiologischen Fragestellungen.

Die "Helmholtz-Kohorte" soll gemeinsam mit Universitäten und anderen nationalen Forschungseinrichtungen geplant und durchgeführt werden. Die Planungs- und Koordinationsphase beginnt 2009 und wird ungefähr drei Jahre dauern.

"Chronische Krankheiten sind eine immer größer werdende Belastung für die Gesundheitssysteme und stellen auch die Gesundheitsforschung vor neue Herausforderungen. Gerade bei Krankheiten mit vielen Ursachen wie zum Beispiel Lebensgewohnheiten, Umwelteinflüsse und angeborenen Risikofaktoren können mit solchen Kohorten neue Strategien zur Früherkennung und Prävention entwickelt werden", so der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Jürgen Mlynek.

MEDICA.de; Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren