Herzforscher Weber und Schupp ausgezeichnet

Professor Dr. Christian Weber
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Professor Weber vom Universitätsklinikum Aachen zeigte die entscheidende Bedeutung von Vorläuferzellen aus dem Knochenmark für die Einengung von Gefäßen durch Arteriosklerose und insbesondere nach Eingriffen zur Gefäßaufdehnung mittels Herzkathetertechnik.

In aufwändigen Modellen konnte er nicht nur die Herkunft der Gefäßwandzellen in diesen Plaques aufklären, sondern auch die molekularen Signale, die die Mobilisierung und Einwanderung dieser Zellen steuern.

Diese Erkenntnisse ermöglichen nicht nur neue Therapieverfahren, um erneuten Gefäßverschlüssen bei Arteriosklerose vorzubeugen - sie könnten bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit auch dazu dienen, neue Wege der Stammzell-Therapie zu optimieren und deren Risiken zu erkennen.

Michael Schupp; © RUB

Pharmazeuten um Michael Schupp von der Charité Berlin haben einen dualen Wirkungsmechanismus von Medikamenten zur Behandlung des komplexen metabolischen Syndroms entdeckt. Die Verbreitung von Adipositas und Funktionsstörungen im Glukosestoffwechsel sind ein zunehmendes gesundheitliches Problem in den industrialisierten Ländern.

Experimentell konnten Schupp und sein Team zeigen, dass einige Substanzen aus der Gruppe der blutdrucksenkenden Sartane (Angiotensinrezeptor-Blocker) zusätzlich den Rezeptor PPARgamma aktivieren, der eine zentrale Rolle in der medikamentösen Behandlung des Diabetes mellitus spielt: Er führt zu einer effektiveren Wirkung des Insulins und damit zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung.

Es erscheint möglich, mit diesen Substanzen mehrere Komponenten des metabolischen Syndroms positiv zu beeinflussen. Diese Erkenntnis ist eine vielversprechende Therapieoption und könnte gleichfalls der Grundstein für die Entwicklung zukünftiger, effektiverer Substanzen sein.

MEDICA.de; Quelle: Ruhr-Universität Bochum