29/09/2011

S-L-E Germany GmbH Service, Logistics & Engineering

Hoffnung durch neue Behandlungsmethode

Bis zu 15 Millionen Menschen in Deutschland sind dauerhaft von Schmerzen betroffen, so die Deutsche Schmerzliga e. V. Wenn selbst kleine Bewegungen zur Belastung werden, kann dies auch emotionale Auswirkungen haben. Diese Erfahrung hat Heidi Trompf (49) aus Osterrönfeld bei Kiel gemacht. Nach einem Bandscheibenvorfall litt sie ein halbes Jahr lang unter starken Schmerzen. Eine neue Therapie hat sie jetzt davon befreit.

Genau zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr passierte es: Ein plötzlicher Bandscheibenvorfall löste bei Heidi Trompf starke Schmerzen im Rücken aus, die bis ins linke Bein zogen. Die gelernte Zahnarzthelferin begab sich sofort in ärztliche Behandlung. Bei einem Bandscheibenvorfall ist der elastische Puffer zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule verschlissen oder verformt und drückt so auf die zwischen den Wirbeln austretenden Nerven – das verursacht nicht nur bei Bewegung, sondern auch im Ruhezustand starke Schmerzen. Häufig reichen nicht-operative Behandlungen aus, um die betroffenen Nerven zu entlasten und den Schmerz zu nehmen. So wurde bei Heidi Trompf eine unter CT durchgeführte Ummantelung der Nervenwurzel durchgeführt.

Schmerzlinderung mit Nebenwirkungen
Nach dem Eingriff ging die 49-Jährige regelmäßig zur Krankengymnastik, die den Heilungsprozess unterstützen sollte. „Leider haben mir die Übungen nicht geholfen, im Gegenteil. Meine Beschwerden wurden sogar schlimmer“, erzählt Heidi Trompf. Sie brach die Krankengymnastik daraufhin ab und versuchte, die Schmerzen durch die Einnahme von Medikamenten zu lindern. Ohne Erfolg, wie sie weiter schildert: „Ich habe die Präparate nicht vertragen und dadurch Magenprobleme bekommen.“ Im Alltag war die Mutter zweier Söhne im Teenager-Alter trotz der Unterstützung ihrer Familie durch die Schmerzen häufig belastet: „Kurze Laufstrecken und kleinere Hausarbeiten konnte ich meist Vormittags noch gut bewältigen. Gegen Nachmittag wurden die Beschwerden dann so schlimm, dass ich sogar Taubheitsgefühle im Bein verspürte“, so Heidi Trompf. Ruhe und Entspannung fand die gebürtige Rendsburgerin in dieser Zeit nur noch bei ausgedehnten Saunagängen, selbst ihrem liebstem Hobby, dem Binden von Kränzen und Gestecken konnte sie nicht nachgehen.

Schmerztherapie als Hilfe zur Selbsthilfe
Nach fast einem halben Jahr und zahlreichen Behandlungsversuchen suchte Heidi Trompf die auf Wirbelsäulenleiden und chronische Schmerzen spezialisierte Physiotherapeutin Swanhild Priestley aus Fockbek bei Kiel auf. Die empfahl ihrer leidgeprüften Patientin die in Deutschland neue Indiba-Activ-Therapie. „Diese wird in Europa bereits seit Jahren erfolgreich in der nachhaltigen Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen eingesetzt“, erklärt die Expertin, die das Verfahren als eine der Ersten bundesweit anbietet. Die Physiotherapeutin weiß: „Eine erfolgreiche Schmerzbehandlung integriert verschiedene Therapieansätze. Sie lindert die Beschwerden nicht nur, sondern forscht nach den Ursachen und behebt sie so dauerhaft. Vor allem ist eine wirksame Therapie Hilfe zur Selbsthilfe. Der Patient wird in seinem Heilungsprozess nicht nur unterstützt, sondern trägt selbst aktiv dazu bei.“ Genau diesen Ansatz verfolgt die Behandlung mit der neuen Indiba-Activ-Therapie, die Heidi Trompf bereits nach drei Sitzungen von ihren monatelangen Schmerzen befreit hat.

Wärme, die von innen kommt
Swanhild Priestley wandte die Indiba-Activ-Therapie bei Heidi Trompf in Kombination mit einer manuellen Therapie an. Dieser Teilbereich der Physiotherapie behandelt Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen durch Massage-ähnliche, gezielte Handgrifftechniken. Während die manuelle Therapie ohne technische Unterstützung heilend von außen einwirkt, beeinflusst die Indiba-Activ-Therapie mittels elektrischer Impulse die Gesundwerdung durch einen Temperaturanstieg von innen. Swanhild Priestley erklärt die Vorteile der neuen Therapie: „Es handelt sich um ein Verfahren, das aktiv im Zusammenspiel zwischen Patient und Therapeut angewendet wird. Der Patient hat jederzeit die Möglichkeit, eine Rückmeldung zu geben, wie er die Anwendung gerade empfindet. So nehmen wir individuell Einfluss auf den Verlauf der Behandlung und tragen damit zu einem optimalen Therapieergebnis bei.“ Die Wärme, die sich während der Behandlung bildet, aktiviert Selbstheilungskräfte im Körper und setzt so eine natürliche Genesung in Gang. Da sie nicht von außen zugeführt wird, bleiben Hautreizungen aus. Das Verfahren stößt lediglich natürliche Heilungsprozesse an, die bei Schmerzen, Entzündungen und Verletzungen von ganz allein ablaufen sollten, aber oft gestört sind, so dass die Gefahr der Chronifizierung besteht. Weil dazu keine chemischen Wirkstoffe benötigt werden, sind bei der Therapie auch keine Nebenwirkungen bekannt. „Während der wohltuenden Behandlung hat sich im Körper eine entspannende Wärme gebildet“, berichtet Heidi Trompf. Im Unterschied zur Krankengymnastik verstärkten sich die Beschwerden nach der Sitzung nicht. „Am nächsten Tag merkte ich jedoch, wie es im Körper kribbelt und arbeitet, als wäre der Heilungsprozess tatsächlich spürbar“, beschreibt sie die Veränderung.

Endlich ein neues Lebensgefühl
Insgesamt dreimal hat Swanhild Priestley ihre Patientin mit der Indiba-Activ-Therapie behandelt. Die fröhliche Norddeutsche fühlt sich ohne die dauerhaften, schlimmen Schmerzen wie ein neuer Mensch: „Schade, dass ich so lange nach der Therapie suchen musste, die mir dann so schnell geholfen hat“, bedauert sie. Um wieder vollständig fit zu werden absolvierte Heidi Trompf nach der Therapie ein gezieltes Muskel-Aufbautraining, das ihr wieder Freude an Bewegung ermöglicht. Mit großem Erfolg: Jetzt, da sie wieder fit ist, kann sie es kaum erwarten, endlich wieder schmerzfrei und aktiv durch den Herbst zu walken