Hoffnung für Diabetiker

Foto: Blutender Finger, Glukosemessgerät und Spritze daneben

Den Forschern zufolge verbessert
die neue Thearpie sogar die
Insulinproduktion; © SXC

Im April 2007 wies eine Forschungsgruppe der Universität und des Universitätsspitals Zürich im "New England Journal of Medicine" an Patienten nach, dass das Molekül namens Interleukin-1beta für das Versagen der Insulinproduktion bei Diabetes Typ 2 ein Rolle spielt. Diese Studie führte zu mehreren Nachfolgestudien zur Implementierung der Therapie. Unter der Leitung von Professor Marc Donath wurden zwei Studien durchgeführt, je eine in den USA und in Europa. 40 Patientinnen und Patienten mit Diabetes Typ 2 erhielten dabei einen neu entwickelten Blocker des Interleukin-1beta.

"Die ersten Resultate zeigen weit bessere Ergebnisse als erwartet", erklärt Donath. Eine einzige Spritze reiche aus, damit sich der Blutzucker während eines Monats wesentlich verbesserte. Die Halbwertzeit des Medikaments erlaube es nun, den Patienten nur noch einmal pro Monat eine Spritze zu verabreichen.

"Das Spektakulärste an den Resultaten ist jedoch, dass sich die Insulinproduktion der Patientinnen und Patienten verbesserte", so Donath. Noch nach drei Monaten sei eine über 50prozentige Verbesserung der Insulinproduktion nachzuweisen. Dies würde die wichtige Aussage der ersten Studie aus dem Jahr 2007 bestätigen, dass mit dieser Therapie zum ersten Mal das Fortschreiten der Krankheit gebremst beziehungsweise rückgängig gemacht werden könne.

Bisherige Therapien können den Verlauf der Krankheit nicht beeinflussen. Da die Einmonatsspritze gegen Diabetes keine wesentlichen Nebenwirkungen zeigte, können weitere Studien bis zur Einführung der Therapie geplant werden.

MEDICA.de; Quelle: Universität Zürich