Es gibt verschiedene Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Blutspiegel des Gesamtcholesterins und der Häufigkeit beziehungsweise der Art eines Schlaganfalls. In einer Studie wollten Dr. Tom Skyhoj Olsen vom Hvidovre University Hospital in Dänemark diesen Zusammenhang nun näher unter die Lupe nehmen.

Dazu nutzten sie die Daten der großen „Copenhagen Stroke Study“, die mehrere Jahre lang lief. 513 Personen aus dieser Studie wurden von ihnen näher analysiert. Alle hatten einen ischämischen Schlaganfall erlitten und wurden im Krankenhaus schnell versorgt. Bei allen konnte zudem binnen 24 Stunden nach dem Schlaganfall Blut abgenommen und zahlreiche Laborwerte ermittelt werden. Anhand der „Scandinavian Stroke Scale” beurteilten die Studienleiter die Schwere des Schlaganfalls. Nach dieser Skala bedeutet ein Wert von „0“ schlechtester Wert, „58“ Punkte bedeuten den besten Wert. Mit Hilfe des „Danish Registry of Persons“ konnten die Studienleiter zudem ermitteln, wer aus dieser Studie innerhalb von zehn Jahren nach dem Schlaganfall verstorben war.

Beim Vergleich dieser Daten mit den Blutwerten, die man zum Zeitpunkt des Schlaganfalls ermittelt hatte, zeigte sich schnell: Die Blutspiegel des Gesamtcholesterins korrelieren invers und nahezu linear mit der Schwere eines Schlaganfalls: pro 1 mmol/L Anstieg des Gesamtcholesterinwertes stieg die Punktzahl auf der „Scandinavian Stroke Scale“ um durchschnittlich 32 Prozent. Dies bedeutet, dass höhere Gesamtcholesterinwerte zu leichteren Schlaganfällen führen, die sich in der Regel auf kleiner Blutgefäße beziehen.

Ähnliches Bild bei den Überlebenszahlen: Pro 1 mmol/L Anstieg des Gesamtcholesterins sank das Risiko, innerhalb von zehn Jahren nach einem Schlaganfall an den Folgen zu versterben, um elf Prozent.

MEDICA.de; Quelle: Stroke 2007, Vol. 38, S. 2646-2651