Eine Verbindung zwischen dem Reizdarmsyndrom, Depressionen, Migräne und chronischen Schmerzen war bereits zuvor in einzelnen Fallstudien vermutet worden, doch bisher noch nicht durch eine große, kontrollierte Studie belegt worden.

In der größten Studie ihrer Art untersuchte J. Alexander Cole mit Kollegen von der Universität Boston wie oft Depressionen, Migräne und das Fibromyalgie-Syndrom (chronischer, ausgedehnter und ungeklärter Schmerz) bei Personen auftrat, die ihren Arzt mindestens einmal wegen eines Reizdarmsyndroms aufgesucht hatten.

Die Gruppe bestand aus 97.593 Personen. Die Studie erstreckte sich über den Zeitraum zwischen 1996 und 2002. Eine Gruppe mit 27.402 Personen, die nicht unter einem Reizdarmsyndrom litten, diente als Kontrollgruppe. Cole und seine Kollegen haben die Variablen und Einflussfaktoren, die die Daten ihrer Studie verzerrt haben könnten, in Betracht gezogen.

Die Studie ergab, dass Personen, die von Symptomen berichteten, die dem Reizdarmsyndrom zugerechnet werden, ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko hatten unter Depressionen zu leiden. Ihr Risiko eine Migräne zu bekommen war um 60 Prozent erhöht. Das Fibromyalgie-Syndrom trat bei ihnen 1,8-mal häufiger auf als bei Personen, die nicht unter einem Reizdarmsyndrom litten.

MEDICA.de; Quelle: BioMed Central