Hohes Risiko für ambulante Patienten

Bei ambulanten Atherothrombose-
Patienten treten oft Komplikationen
auf; © Picture Disk

Das Gesamtziel des REACH-Registers (Reduction of Atherothrombosis for Continued Health) besteht darin, Schlaganfall-, Herzinfarkt- und damit verbundene Risikofaktoren für Atherothrombose zu erkennen und in den Griff zu bekommen. Es handelt sich hierbei um die größte und geographisch gesehen umfassendste globale Erhebung von Patienten, die atherothrombosegefährdet sind. Es wurden 68.000 Patienten in 44 Ländern erfasst, wobei die sechs Regionen Lateinamerika, Asien, der Mittlere Osten, Australien, Europa und Nordamerika abgedeckt werden. Über 5.000 Prüfärzte sind an der Durchführung dieser Studie beteiligt.

Den Ergebnissen zufolge stirbt im Verlauf eines Jahres durchschnittlich einer von acht Patienten, hat einen Herzinfarkt oder Schlaganfall oder wird wegen einer Komplikation infolge von Atherothrombose ins Krankenhaus eingeliefert. Patienten mit einem gestreuten vaskulären Krankheitsbild sind sogar noch stärker gefährdet.

Insgesamt verzeichneten Versuchsleiter bei den Ergebnissen nach einem Jahr eine MACE-Rate (major adverse cardivascular event) von 13 Prozent. Auffallend war jedoch, dass Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit - verstopfte Arterien in den Beinen oder Bauchorganen - mit einer MACE-Rate von 22 Prozent nach einem Jahr wesentlich stärker gefährdet waren. Darüber hinaus bestand bei Patienten mit einer stark gestreuten atherothrombotischen Erkrankung ein schrittweise ansteigendes Risiko. Bei Patienten mit atherothrombischer Erkrankung an nur einer Stelle des Körpers lag die MACE-Rate bei 13 Prozent, während das MACE-Risiko bei den Patienten mit der Krankheit an drei verschiedenen Stellen auf 28 Prozent stieg.

MEDICA.de; Quelle: Hôpital Bichat-Claude Bernard