Hormon schützt vor dem Aufblähen

Ähnlich einem Ballon kann sich
das Herz aufblähen; © Hemera

Ist das Herz geschwächt, versucht es, seine verminderte Leistungskraft durch Vergrößerung der Herzmuskelzellen zu kompensieren. Diese Hypertrophie kann zum Beispiel eine Folge von Bluthochdruck sein. Jetzt haben Wissenschaftler verschiedener Institute unter Führung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch im Tierversuch zeigen können, dass das Hormon CNP dieses krankhafte Aufblähen verhindern kann.

Die Forscher untersuchten die so genannten natriuretischen Peptide. Das sind Hormone, die unter anderem den Wasserhaushalt des Körpers regulieren und dadurch in das Herz-Kreislauf-System eingreifen, in dem sie zum Beispiel den Blutdruck senken. Zu diesen Hormonen gehört auch das C-Typ natriuretische Peptid, abgekürzt CNP. Aus Versuchen in der Zellkultur hatten die Forscher Hinweise darauf, dass CNP vor Hypertrophie schützt. Das geschieht dadurch, dass CNP an den so genannten natriuretischen Peptid Rezeptor (NPR) B bindet und ihn damit aktiviert. Doch ist über diesen Rezeptor und seine Funktion für das Herz noch sehr wenig bekannt.

Was dieser Prozess im lebenden Organismus bewirkt, untersuchten die Forscher in transgenen Laborratten. Sie stellten fest, dass in der Tat die Bindung von CNP an den B-Rezeptor ausschlaggebend dafür ist, das Herz vor krankhafter Vergrößerung zu schützen. War der NPR-B blockiert, erkrankten die Tiere an Hypertrophie.

MEDICA.de; Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch