Hyperthermie ist wirksam

Bild: Bösartiger Knochentumor

Regionale Tiefenhyperthermie wirkt
auch beim osteogenen Sarkom
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Das zeigen die Ergebnisse der weltweit ersten randomisierten Phase-III-Studie. Die Studie an über 300 Hochrisikopatienten mit tief lokalisierten Sarkomen zeigt eine signifikante Verbesserung des Tumoransprechens und des krankheitsfreien Überlebens bei denjenigen Patienten, die zusätzlich zur operativen Entfernung des Sarkoms mit einer Kombination aus Chemotherapie und regionaler Tiefenhyperthermie behandelt wurden. Bei einem Großteil der Patienten wurde diese Kombinationstherapie bereits vor der Operation begonnen.

Bei der regionalen Tiefenhyperthermie werden Tumoren mit Hilfe elektromagnetischer Wellen auf 40 bis 44 Grad Celsius erwärmt. Bei Temperaturen ab 42 Grad beginnen die Zellen hitzebedingt abzusterben. Die an dem GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München-Neuherberg und dem Klinikum Großhadern der Universität München entwickelte Kombinationstherapie macht sich das Phänomen zunutze, dass Tumorzellen ab 40 Grad angreifbarer sowohl für Abwehrprozesse des Immunsystems als auch für Strahlen- und Chemotherapie werden.

Der Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe "Hyperthermie", Prof. Dr. Rolf Issels, hat bereits Mitte der 80-er Jahre bei der GSF mit Arbeiten zum Nutzen der regionalen Tiefenhyperthermie für die Krebstherapie begonnen. Als Modelltumoren dienten von Anfang an Weichteil- und Knochentumoren, die vom Bindegewebe ausgehen und als Sarkome bezeichnet werden.

Die in den vergangenen Jahren bei der Behandlung von Sarkomen gewonnenen Erkenntnisse haben die Forschergruppe ermutigt, ihren Ansatz auch auf andere Tumorformen zu übertragen. Derzeit wird im Rahmen eines Modellvorhabens "Teilkörperhyperthermie" untersucht, ob die Kombination von Chemo- und Radiotherapie mit Hyperthermie auch bei Dick- und Enddarmkrebs sowie Pankreaskarzinom zu besseren Behandlungsergebnissen führt.

MEDICA.de; Quelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit