IT-System verbessert Wissenstransfer

Foto: Person mit Laptop und Handy

Clevere Informationstechnologien
können auch die Patientenversorgung
verbessern; © SXC

Dafür entwickelte das Team eine neue Internet-
Anwendung. Die rasante Entwicklung in der Medizin führte in den letzten Jahren zu einer weitgehenden Spezialisierung unter den Ärzten und Kliniken. Deshalb ist es hilfreich, wenn sich die Ärzte verschiedener medizinischer Einrichtungen bei besonders komplizierten Fällen über ihre Diagnosen, Behandlungsmethoden und Therapiepläne austauschen und beraten.

Das mit den neuesten Mitteln der modernen Internet- und Web-Technologie zu unterstützen, ist das Ziel des von den Studenten entwickelten Videokonferenz-Systems. "Wir wollten es vor allem kleineren Krankenhäusern ermöglichen, auch vom Know-How weit entfernt arbeitender Krebsspezialisten zu profitieren und so ihre Patienten besser zu versorgen", erklärte Franz Görke, Sprecher des Projekts.

Neben Übertragung von Stimme und Video bekommen alle Konferenzteilnehmer auf ihren Monitoren automatisch Diagnose und Behandlungsschritte für den Patienten angezeigt, über den gerade beraten wird. Außerdem können Röntgenbilder oder andere Grafiken übermittelt werden und auf ihnen mit einer elektronischen Tafel Markierungen eingezeichnet werden, die auch die entfernt zugeschalteten Ärzte sehen können.

Die Ergebnisse der Videokonferenzen können außerdem automatisch in das Krankenhausinformationssystem des behandelnden Krankenhauses eingepflegt werden, so dass dort kein zusätzlicher Aufwand entsteht. "Bei der Entwicklung der Software war uns besonders wichtig, dass auch die Bedienung einfach erlernbar ist und so schnell Verbesserungen für die Krebspatienten erzielt werden können", erläuterte Görke.

MEDICA.de; Quelle: Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik