Ich packe meinen Koffer: Portable Röntgengeräte für den Kriseneinsatz

16.11.2015

Enis Labiadh bei seinem Vortrag auf der DiMiMED 2015; © beta-web/Stöter

In Krisengebieten müssen Ärzte unter völlig anderen Umständen arbeiten als in herkömmlichen Situationen. Um auch an abgelegenen Orten möglichst professionelle Hilfe leisten zu können, benötigen sie deshalb medizinische Geräte, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Wie beispielsweise portable Kofferlösungen für Röntgengeräte. 

Zum dritten Mal findet im Rahmen der MEDICA die International Conference on Disaster and Military Medicine (DIMIMED) statt. 50 Referenten und 200 Teilnehmer beschäftigen sich mit der medizinischen Versorgung in Krisengebieten.

Unter den Referenten ist auch Enis Labiadh, Senior Sales Manager der Oehm und Rehbein GmbH. Er referiert zum Thema "Mobile und portable Röntgenlösungen". Als Anbieter ebensolcher Lösungen und der dazu gehörenden Software stellt er deren Möglichkeiten dar. Er erläutert: "Eine der größten Herausforderungen für die Geräte ist, dass sie auch unter den lokalen Bedingungen funktionieren. Es bringt demnach nichts, wenn sie beispielsweise in deutschen Klimaverhältnissen getestet werden und dann in Ländern unter komplett anderen Konditionen eingesetzt werden." Außerdem müssen sie so wenig Gewicht wie möglich haben und leicht zu reinigen sein.

 
 
Foto: Kofferlösung Röntgengerät

Eine der Kofferlösungen für den mobilen Röntgeneinsatz; © Oehm und Rehbein GmbH

Die Vorteile der portablen Kofferlösungen liegen auf der Hand: "Mit ihnen kann schon beispielsweise an der Kampflinie im Falle einer Verletzung ein Röntgenbild gemacht werden. Die Bilder werden dann an ein Krankenhaus geschickt. So kann sehr schnell eine Diagnose gemacht werden, die darüber entscheidet, wie mit dem Patienten weiter verfahren werden muss", betont Labiadh. Das spart kostbare Zeit.

Unter anderem arbeitet die Firma Oehm und Rehbein GmbH mit "Ärzten ohne Grenzen" zusammen und engagiert sich in nationalen Belangen: So wurden die Flüchtlingslager in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Lösungen ausgestattet.

"Schon seit 15 Jahren sind wir Teilnehmer und Besucher der MEDICA. Die DIMIMED bietet uns jetzt darüber hinaus eine ideale Plattform, um mit Akteuren aus der ganzen Welt in Kontakt zu treten", sagt der Senior Manager und ergänzt zufrieden, "Selbst im letzten Jahr, als wir keinen Vortrag gehalten haben, erhielten wir hier regen Zuspruch und wurden mehr nach Lösungen gefragt als je zuvor." Daraus ergab sich beispielsweise, dass mittlerweile die portugiesische Armee U-Boote mit Oehm und Rehbein-Produkten bestückt wird.

Neben dem Stand der Dinge zu mobilen Lösungen stellt Enis Labiadh außerdem die neueste Entwicklung aus seinem Hause vor, die Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Sie soll noch leichter, mobiler und flexibler sein als die bisherigen Produkte.

Terminhinweis:

17.11.2015, 11:45 Uhr, Vortrag 2.2, Raum 1 im CCD Süd, "Mobile and portable X-ray solutions state-of-the-art", Enis Labiadh, Oehm und Rehbein GmbH)

 
 
Foto: Natascha Mörs

© Barbara From-
mann-Czernik






Natascha Mörs
MEDICA.de