Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommt eine Fünfjahresstudie, die jetzt beim Kongress der „American Heart Association (AHA)“ vorgestellt wurde. US-Wissenschaftler haben im Rahmen dieser Untersuchung die Daten von 443.632 Veteranen im Durchschnittsalter von 66 Jahren aus 15 Veteranenkrankenhäusern analysiert. Alle der ehemaligen Soldaten litten an einem hohen Blutdruck: Sie hatten an mindestens drei verschiedenen Tagen Blutdruckwerte von mehr als 140 mmHg (systolisch) oder mehr als 90 mmHg (diastolisch).

Die Studienleiter untersuchten die Daten der Veteranen in Bezug auf die Stadt, in er sie lebten, vor allem in Bezug auf die Durchschnittstemperatur in diesen Städten. Darunter waren Städte wie Anchorage in Alaska oder San Juan im warmen Süden der USA. Andere Städte wie Baltimore, Chicago oder Houston liegen mit ihren Durchschnittstemperaturen dazwischen.

Das Interessante: In jeder dieser Städte war es schwerer, die Patienten im Winterhalbjahr auf einen normalen Blutdruckwert zu bringen als im Sommerhalbjahr. Die Differenz betrug durchschnittlich 7,76 Prozent. Diese Differenz war in Anchorage etwa ebenso groß wie in San Juan. Offenbar lässt sich der Blutdruck also generell im Winter schwieriger einstellen als im Sommer, unabhängig von der durchschnittlichen Umgebungstemperatur.

Woran liegt dies? Die Studienleiter haben eine recht einfache , mögliche Erklärung für dieses Phänomen: Im Sommer bewegen sich die Menschen in der Regel mehr. Bewegung kann bekanntlich helfen, erhöhten Blutdruck zu senken. Außerdem sind viele Menschen im Sommer leichter und legen im Winter an Gewicht zu, was sich ebenfalls auf den Blutdruck auswirken kann.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA): Scientific Sessions 2007 Abstract NR07-1202 (SS07/Fletcher)