Mithilfe einer speziellen Ultraschalltechnik, der Elastometrie, können jetzt vergleichbare Ergebnisse wie bei der invasiven Leberpunktion erreicht werden. Das Universitätsklinikum Düsseldorf verfügt zurzeit als einzige Klinik in Deutschland über ein "Fibroscan" genanntes Gerät, das eine schmerzfreie und ambulante Untersuchung ermöglicht, so dass ohne Punktion Fibrose und Zirrhose nachgewiesen werden können.

Das Gerät erzeugt eine mechanische Impulswelle, deren Ausbreitungsgeschwindigkeit im Lebergewebe mittels Ultraschall gemessen wird. Diese Geschwindigkeit erlaubt Rückschlüsse auf die Festigkeit des Lebergewebes, die etwa bei einer Leberzirrhose deutlich eingeschränkt ist. Erste Studien der Klinik haben dabei eine gute Übereinstimmung der Fibroscan-Ergebnisse mit dem klinischen Stadium der Lebererkrankung und feingeweblichen Untersuchungen ergeben.

Große Vorteile dieses Verfahrens liegen in der ambulanten und gefahrlosen Untersuchung. Besonders gut geeignet ist der Leberscan deshalb auch zu einer Überprüfung der Leber in frühen Stadien der Leberschädigung und zusammen mit Ultraschall- und Blutuntersuchungen zur Verlaufskontrolle einer solchen Erkrankung.

MEDICA.de; Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf