27/09/2005

Dr. Binner Consulting & Software

Indikatoren für die Struktur- und Prozessqualität

Die Strukturqualität bezieht sich auf die Verfügbarkeit personeller, technischer und finanzieller Ressourcen. Darauf beziehen sich auch die Qualitätsindikatoren.
Die Prozessqualität bezieht sich auf das Tätigwirken und Zusammenwirken der verschiedenen Berufsgruppen im Krankenhaus zugunsten der Patienten. Bezogen auf die Prozesse sind Outputindikatoren beispielsweise:
• Bugdetabweichung
• Wartezeiten bei elektiven Aufnahmen
• Zeitintervall zwischen Aufnahme und qualifiziertem Betreuungsbeginn bei Notfällen
• OP-Wechselzeiten
• Verschiebung geplanter Eingriffe
• Lieferzeit Arztbericht
• Dauer der Rechnungsstellung
• Wartezeiten für erledigte Reparaturen
Weiter lassen sich diagnoseunabhängige Indikatoren und diagnoseabhängige Ergebnisindikatoren mit Bezug auf die betrachtete Hauptdiagnose unterscheiden.
Die Ergebnisqualität bezieht sich auf die Statusverbesserung des Patienten. Ihr kommt aus Qualität die entscheidende Bedeutung zu, ist aber gerade im Bereich des Gesundheitswesens stark subjektiv geprägt. Dagegen lassen sich Prozessqualitäten durch Regelwerke eher standardisieren und deshalb einfacher messen als die Ergebnisse medizinischen Handelns. Für die Ergebnisqualität lassen sich beispielsweise folgende Indikatoren messen:
• Versorgungsergebnisse bei Entlassungen im Vergleich zur Aufnahme
• Versorgungsergebnis im Vergleich mit publizierten Versorgungsleistungen anderer Krankenhäuser
• Hier gibt es Auswertungen der BQS (Bundesgeschäftsstelle Qualität)
• Weiter gibt es Surrogation-Indikatoren, z.B.:
• Fallzahlen gesamt
• Fallzahl Diagnose spezifisch
• Fallzahl gesamt Operationsvolumen
• Fallzahl Sterblichkeit gesamt
• Sterblichkeit je Diagnose (nicht schweregradkorrigiert..)
• Überlebensrate (zeitlich gestaffelt)
• Liegezeit im Mittel
• Diagnosebezogene Liegezeit
Hierbei wird davon ausgegangen, dass höhere Fallzahlen einen höheren Grad der Erfahrungen und der besseren Versorgung nach sich ziehen.
Weiter lässt sich die Ergebnisqualität in Bezug auf die Interaktionsdimension messen. Hierbei handelt es sich um:
• emotionale Zufriedenheit des Patienten (über Patientenbefragung)
• emotionale Zufriedenheit des Kontaktpersonals (Mitarbeiter), durch objektive Selbstbeurteilung) oder Fremdbeurteilung (Instrument des Patiententagebuches)



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16.-19.11.2005 Düsseldorf
Medica 2005
Halle 16, Stand 16 G 15