Bild: Ein Aedes Aegypti Moskito 
Beim Blutmahl kann der
Moskito das Dengue-Virus
übertragen; © PHIL

Dengue-Fieber ist die häufigste Krankheit, die bei international Reisenden auftritt. Weltweit hat sich ihr Auftreten in den vergangenen 50 Jahren verdreißigfacht. Dengue-Fieber wird wie Malaria durch Moskitos übertragen. Die meisten Fälle haben einen milden Verlauf. Symptome sind unter anderem: Fieber, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schmerz hinter den Augen und Muskel- und Gelenkschmerzen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF) charakterisiert durch eine geringe Anzahl von Thrombozyten, klinische Evidenz von undichten Kappilaren, spontane Blutung und brüchige Blutgefäße. Die am schwersten verlaufenden Fälle können zum Schock und Tod führen. Es gibt kein Heilmittel für Dengue-Fieber, aber wenn die Beschwerden der Krankheit behandelt werden, können die schlimmsten Folgen verhindert werden.

Die Studie, die von Dr. Ole Wichmann vom Robert Koch Institut in Berlin zusammen mit Kollegen aus ganz Europa durchgeführt wurde, sammelte Daten aus acht europäischen Ländern.

Von den mehr als 200 Patienten, die aufgrund einer Dengue-Infektion in diesen Ländern behandelt wurden, hatte weniger als ein Prozent alle vier Kriterien, die notwendig wären, um den WHO-Kriterien des DHF zu entsprechen. Elf Prozent hatten zumindest ein Symptom von schwerem Dengue-Fieber. Dreiundzwanzig Prozent benötigten eine Hospitalisierung aufgrund von Symptomen, die mit Dengue-Fieber in Verbindung standen. „Die Symptome des Dengue-Fiebers existieren eher als ein durchgängiges Spektrum“, sagt Dr. Wichmann. „Die Krankheit kann einen schweren Verlauf nehmen, auch wenn der Patient nicht alle vier DHF-Kriterien erfüllen.“

„Die Bezeichnung „Dengue-hämorrhagisches Fieber“ legt einen unangemessenen Schwerpunkt auf die Blutung“, fügte er hinzu. Er merkt an, dass Plasma Leakage und Schock auch ohne Blutung auftreten können. „Ärzte, die sich hauptsächlich auf Blutungen konzentrieren, könnten die wichtigsten Symptome, die eine Hospitalisierung und Behandlung verlangen, übersehen.“

MEDICA.de; Quelle: Infectious Diseases Society of America