Informationsdienst für Lungenerkrankungen

Zugleich bildet der Lungeninformationsdienst eine Plattform, auf der sich Patienten, Selbsthilfegruppen und Wissenschaftler austauschen können. Das Portal bietet Informationen für Menschen, die an Asthma, chronisch obstruktiver Bronchitis, Lungenfibrose, Lungenhochdruck, Lungenkrebs, Lungeninfektionen oder einer anderen schweren Lungenerkrankung leiden.

Patienten, ihre Angehörigen sowie die interessierte Öffentlichkeit erhalten hier aktuelles Wissen über Grundlagen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten zahlreicher Lungenerkrankungen. Über die reine Information hinaus bietet der Lungeninformationsdienst Adressen von Kliniken und Selbsthilfegruppen, Veranstaltungstermine und Literaturempfehlungen. Der Lungeninformationsdienst arbeitet im Auftrag des neu gegründeten Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und hat seinen Sitz am Helmholtz Zentrum München, mit Fachgesellschaften und Patientenorganisationen steht er in engem Austausch.

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) wird wichtigster Bezugspunkt und Quelle für den Lungeninformationsdienst sein. „Fundierte Kenntnisse über ihre Krankheit sind für Patienten wichtig, um sie in ihrer Souveränität und Selbstbestimmung zu stärken. Das DZL hat daher Wert darauf gelegt, der Öffentlichkeit diesen Service anbieten zu können und unterstützt das Helmholtz Zentrum München bei dieser Initiative“, so Professor Werner Seeger, Wissenschaftlicher Koordinator des DZL.

Für die Zukunft plant der Lungeninformationsdienst Expertensprechstunden sowie einen telefonischen Auskunftsdienst einzurichten, bei dem Betroffene Antworten auf ihre individuellen Fragen erhalten.

Lungenerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Die Belastung für das Gesundheitssystem ist immens – allein in Westeuropa fallen dafür jährlich Kosten in Höhe von über 100 Milliarden Euro an. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert einen weiteren Anstieg der Fallzahlen bis 2030.



MEDICA.de; Quelle: Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt