22.10.2014

inomed Medizintechnik GmbH

Interpretationshilfe für die intraoperative Zielpunktfindung

inomed zeigt auf der Medica 2015 den neu-entwickelten STN-Klassifikator als Teil der inomed MER Software.


Der STN-Klassifikator bietet als Interpretationshilfe für die Zielpunktfindung im Gehirn während der Tiefen Hirnstimulation eine mathematische Reproduzierbarkeit und eine technische Bestätigung der STN-Zielposition.


Zielpunktfindung für die erfolgreiche Linderung von Parkinsonsymptomen


Bei der Mikroelektrodenableitung (MER) versucht der Neurochirurg den erbsengroßen Zielpunkt STN (Nucleus Subthalamicus) im Gehirn anhand der präzisen Ableitung von Nervenzellsignalen zu verifizieren. In diesem Kern werden später Elektroden für eine dauerhafte, elektrische Stimulation implantiert (Tiefe Hirnstimulation), die eine erfolgreiche Linderung von Parkinsonsymptomen ermöglichen.


Technisch reproduzierbare Signalinterpretation


Für die Zielpunktfindung stellt inomed seit Jahrzehnten Präzisionsgeräte zur Planung und Durchführung bereit. Mit dem STN-Klassifikator bietet inomed nun ein Softwaremodul für die intraoperative Signalinterpretation, die eine mathematische Reproduzierbarkeit ermöglicht.


Im Vergleich zur reinen Sichtkontrolle der Nervenzellsignale ermöglicht der STN-Klassifikator eine technische Bestätigung der STN-Position und eine mathematisch gesicherte Wiederholbarkeit für die Interpretation von individuellen Patientensignalen. Eine prozentuale Abstufung hilft dem Anwender festzustellen, ob und wie nahe er dem STN-Zielpunkt kommt, um die Elektrodenposition als korrekt auswählen oder gegebenenfalls neu justieren zu können. Die zugrundeliegende Klassifizierung basiert auf der Amplitudenstärke und dem Hintergrundrauschen der Nervenzellsigale.