12.01.2009

SPECTARIS - Deutscher Industrieverband für optische medizinische und mechatronische Technologien e.V

Investitionsstau in Krankenhäusern durch Konjunkturprogramm auflösen

Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS appelliert, in die wachsende Gesundheitswirtschaft zu investieren

Der Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS appelliert an Bund und Länder in das geplante Konjunkturprogramm auch die längst überfälligen Investitionen im Krankenhausbereich einzubeziehen. „Wir haben in deutschen Krankenhäusern, auch unabhängig von der aktuellen Finanzkrise, einen Investitionsstau von rund 30 Milliarden Euro. Jetzt gibt es eine gute Gelegenheit, diesen aufzulösen, auf die wachsende Gesundheitswirtschaft zu setzen und in innovative Klinikinfrastruktur zu investieren“, sagte Ulrich Krauss, Vorsitzender des SPECTARIS-Fachverbands Medizintechnik.

Die innovative, forschungsintensive Medizintechnik setzt bisher verstärkt auf das Ausland, die Exportquote der deutschen Medizintechnik betrug im letzten Jahr mehr als 64 Prozent. „Aufgrund der Unsicherheiten auf den internationalen Märkten, ist jetzt ein starker Heimatmarkt wichtig, für die weitere Entwicklung der Medizintechnik in Deutschland“, so Krauss.

Die Medizintechnik benötige aufgrund ihrer relativen Unabhängigkeit von Konjunkturzyklen keinen branchenspezifischen „Rettungsschirm“. Die Ausstattung deutscher Krankenhäuser mit modernen medizintechnischen Produkten fördere nicht nur die Konjunktur, sondern sorgt in vielen Fällen sogar für massive Einsparungen und Effizienz im Gesundheitswesen. So hat SPECTARIS bereits drei Studien „Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen“ vorgestellt. Bei den dabei insgesamt untersuchten 30 Produktbeispielen, beträgt das Einsparpotenzial jährlich rund 2,7 Milliarden Euro.

Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 18 Milliarden Euro und fast 100.000 Mitarbeitern zählt die Branche zu einem der Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr stieg der Inlandsumsatz bei den 1.250 Unternehmen um 4,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Im Ausland gab es ein Umsatzplus von 5,4 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro.



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