Je schwärzer, desto gefäßfreundlicher

Dank Flavonoiden gut für den
Stoffwechsel: Dunkle Schokolade
© Hemera

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Flavonoide, wie sie in dunkler Schokolade vorkommen, die Gefäße schützen können, weil sie antioxidativ wirken. Wahrscheinlich beeinflussen Flavonoide darüber hinaus auch den Stoffwechsel positiv.

Italienische Wissenschaftler haben nun eine Schokoladen-Studie gemacht, für die sie 15 gesunde Freiwillige fanden. Nach siebentägiger Schokoladen-Abstinenz erhielten die Probanden 15 Tage lang randomisiert entweder Tafeln mit schwarzer oder weißer Schokolade. Es folgte eine weitere siebentägige Abstinenzphase, um die Schokolade "auszuwaschen". Danach wurden die Gruppen getauscht.

Die Tafeln mit schwarzer Schokolade wogen 100 Gramm und enthielten ungefähr 500 mg Polyphenole. Die weißen Schoko-Tafeln waren 90 Gramm schwer und waren praktisch polyphenolfrei. Nach dem Ende einer jeden Untersuchungsperiode absolvierten die Probanden einen oralen Glukosetoleranztest, um den "homeostasis model assessment of insulin resistance (HOMA-IR)"-Wert - ein Maß für die Insulinempfindlichkeit des Körpers - und den "quantitative insulin sensitivity check index (QUICKI)" zu testen.

Der durchschnittliche HOMA-IR-Wert lag nach dem Genuss schwarzer Schokolade bei 0,94 und 1,72 nach dem Genuss weißer Schokolade (p kleiner 0.001). Der durchschnittliche QUICKI-Wert lag bei 0,398 beziehungsweise 0,356 (p gleich 0.001). Dunkle Schokolade konnte zudem den systolischen Blutdruck deutlich stärker senken als weiße Schokolade: 107,5 versus 113,9 mmHg (p kleiner 0.05).

Andere Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Studie zu klein gewesen sei, um daraus definitive Schlüsse zu ziehen. Größere epidemiologische Studien sollen daher folgen.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2005, Vol. 81, S. 541-542, 611-614