Die Daten beruhen auf einer Umfrage der amerikanischen "National Campaign to Prevent Teen Pregnancy" aus dem Jahre 2002, die erst jetzt ausgewertet wurde. Erstmals bringt sie verlässliche Daten in dieser sensiblen Frage, die in den vergangenen Jahren häufig in der US-amerikanischen Presse behandelt wurde. Rund 10.000 Teenager wurden für diese Studie befragt.

Die Wahrscheinlichkeit, schon einmal oralen Sex gehabt zu haben, stieg mit dem Alter. Bei den 15- bis 17jährigen Mädchen berichteten dies 42 Prozent der Mädchen, dagegen schon 72 Prozent bei den 18- und 19jährigen weiblichen Teenagern.

Unter jenen Jungen, die Erfahrung mit Geschlechtsverkehr hatten, stieg zwischen 1995 und 2002 die Zahl derjenigen, die auch oralen Sex hatten. Im Gegensatz dazu stieg der Prozentsatz der Oralsex-Erfahrenen nicht in der Gruppe jener Jungen, die keinen Geschlechtsverkehr hatten. Unter jenen Teenagern, die Geschlechtsverkehr hatten, lag die Zahl der Oralsex-Engagierten bei 80 Prozent.

Erstaunlich die Begründung bei jenen Teenagern, die zwar Oralsex hatten, jedoch keinen Geschlechtsverkehr: 19 Prozent jener, die aus religiösen Motiven keinen Geschlechtsverkehr wollten, gaben sich aber dem Oralsex hin. Unter jenen, die glaubten, die Zeit sei noch nicht reif für den Geschlechtsverkehr, hatten aber 38 Prozent Oralverkehr.

Die Studienleiter schließen aus dieser Untersuchung, dass es nicht reiche, die Jugendlichen über die Gefahren des Geschlechtsverkehrs aufzuklären. Künftig müsse die Sexualerziehung auch den Oralverkehr stärker im Blick haben, schreiben sie.

MEDICA.de; Quelle: National Campaign to Prevent Teen Pregnancy