Junge Menschen sprechen mit Sterbenden

Foto: Älterer Mann spricht mit jungen Frau

Junge Menschen werden bei
Unterhaltungen mit Sterbenden
und ihren Angehörigen gefilmt;
© panthermedia.net/F. Ridolfi

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses Projekt der Universität Witten/Herdecke und dem Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin (IZP) der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Bis zum 15. Mai sind noch Bewerbungen möglich.

„Wir wünschen uns, dass 30 junge Menschen in dem Film vorkommen, zehn Studierende, zehn Abiturienten und zehn Auszubildende“, erwartet Martin W. Schnell von der Universität Witten/Herdecke. In der Bewerbung wird die Motivation erfragt, warum jemand ein Gespräch mit einem sterbenden Menschen führen möchte. „Wir wollen sicher sein, dass sich die Bewerber über ihre Interessen im Klaren sind. Nur so ist Verbindlichkeit möglich“, sagt Schnell weiter.

Eine Jury wählt die Teilnehmer aus den Bewerbern aus. Die Teilnehmer werden von der Psychologin Gesa Schatte betreut. Zudem erhalten die Teilnehmer ein Seminar. „Darin werden sie auf die Gespräche und das Agieren vor der Kamera vorbereitet“, sagt Christian Schulz, Oberarzt am IZP.

Für ihn geht es bei dem Film um die aktive Auseinandersetzung mit dem Sterben und der Endlichkeit des Lebens: „Wir möchten den Lernprozess der 30 jungen Menschen dokumentieren und so auch andere junge Menschen ansprechen, sich mit diesem Thema zu befassen. Das ist für den Altersabschnitt nicht gerade zwangsläufig oder naheliegend. Aber wir versprechen uns davon ein Bildungserlebnis im weitesten und im nichtpädagogischen Sinne: die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit und Sterblichkeit macht Sinn, worin er auch immer bestehen möge. Wir schreiben keine Lernziele oder ähnliches vor.“ Der Kinofilm soll im Frühsommer 2013 uraufgeführt werden.

MEDICA.de; Quelle: Universität Witten/Herdecke