13.10.2005

QlikTech Deutschland GmbH

KBV vergibt größtes deutsches Business Intelligence-Projekt an QlikTech

QlikTech, Intel, Microsoft und HP liefern gemeinsam eine wegweisende, speziell für die 64-Bit-Architektur entwickelte Lösung

Düsseldorf, 9. Mai 2005 – Intel und QlikTech haben bekannt gegeben, dass sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bei der Suche nach einer BI-Lösung, um die Umsetzung der Gesundheitsreform technisch zu unterstützen, für QlikView auf Basis der 64-Bit Intel® Itanium® 2 Prozessorplattform entschieden hat. QlikTech, Intel, Microsoft und HP haben sich dabei im Team gegen traditionelle Business Intelligence-Anbieter durchzusetzen können. Für die Auswahl mussten alle Lösungsanbieter im Vorfeld in einem Proof-of-Concept beweisen, dass sie die hohen Anforderungen dieser Aufgabe erfüllen können. Dabei kam die KBV zu dem Schluss, dass überhaupt nur eine einzige BI-Lösung in der Lage war, die enorme Datenmenge von 15 bis 20 Terabyte zu analysieren:
die 64-Bit Version der QlikView-Software auf der Intel® Itanium® 2-Prozessorplattform. QlikView benötigte hierzu kein Data Warehouse.
Die vor kurzem beschlossene Gesundheitsreform hat sowohl die KBV als auch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) gezwungen, ihren angeschlossenen Mitgliedern sowohl hochaggregierte Kennzahlen wie auch Analysen der Patientendaten bis auf Transaktionsebene zur Verfügung zu stellen. Bisher beschränkte sich die Auswertung auf Grund der technischen Limitationen auf summarische Darstellungen von Arztgruppen. Jetzt muss die KBV nach den Umsetzungsvorschriften der Gesundheitsreform die pseudonymisierten Daten auch Fall- und Patienten-, teils sogar Diagnose-bezogen auswerten und dabei auch über Quartale hinweg verfolgen.
Die Größenordnung dieser neuen Anforderungen stellte die Stabstelle Abrechnung der KBV somit vor die Aufgabe, eine BI-Lösung zu finden, die in der Lage ist, Datenmengen von bis zu 15 bis 20 Terabyte zu verarbeiten. An der technischen Machbarkeitsstudie nahmen drei Anbieter teil. Die Infrastruktur der KBV bestand damals aus traditionellen Datenbanken auf Sun Microsystems™ Hardware. Die KBV bat auch andere etablierte BI-Anbieter um einen Lösungsvorschlag. QlikTech hatte zuvor, wie angekündigt, eine 64-bit-Version von QlikView auf Intel Itanium® 2 in einer Microsoft Windows Umgebung herausgebracht - speziell für Kundenanforderungen wie die der KBV, die sehr große Datenmengen verarbeiten müssen. Während des Proof-of-Concept Testlaufs konnte das bestehende Datenbank-System die umfangreiche Datenmenge der KBV nicht zufrieden stellend verarbeiten. Auch den anderen BI-Anbietern gelang es nicht, eine adäquate Lösung mit echten Daten zu präsentieren. Die KBV entschied sich zugunsten des Projektteams um QlikTech: „Alles sprach ganz klar für das QlikTech Projektteam: Während des Proof-of-Concepts wurde deutlich, dass wir mit dieser BI-Lösung in der Lage sein würden, auch ein Datenvolumen von 2 Milliarden Datensätzen im Umfang von 15 bis 20 Terabyte schnell und einfach zu analysieren. Es gibt ganz einfach keinen anderen Anbieter bzw. kein anderes System, das auch nur ansatzweise in der Lage wäre, diese großen Datenmengen zu bewegen“, begründet Eva Obermeyer, Leiterin der Stabstelle Abrechnung bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Entscheidung.
Durch die sehr effiziente Zusammenarbeit von QlikTech, HP Deutschland sowie des Systemintegrators Computacenter gelang es dem Team, binnen eines Tages die erforderliche Infrastruktur für eine Testinstallation zu liefern und zu installieren. Am selben Tag lud das Team rund 300 Millionen Datensätze aus vier deutschen KVen und erstellte eine erste Analyseapplikation.




Ohne die 64-Bit-Technologie wäre die enorme Verarbeitungsleistung von QlikView nicht möglich: Die von Intel entwickelte 64-Bit-Technologie hebt die – durch 32-Bit Architekturen verursachte - Beschränkung des RAM-Adressraums auf 4 GB auf. „Die Betriebsdaten eines Unternehmens sind sein wichtigstes Kapital und der Erfolg des Unternehmens steht und fällt mit der Fähigkeit, die rasant zunehmende Informationsfülle zu verwalten, zu analysieren und zu bearbeiten“, sagte Adam Martin, Enterprise Marketing Manager bei Intel EMEA. „Durch die Kombination der 64-Bit Intel Prozessorplattform mit der QlikView-Lösung von QlikTech wird im Business-Intelligence-Markt ein neuer Maßstab in punkto Preis-/Leistungsverhältnis gesetzt. QlikTech hat die entsprechende Nachfrage bereits frühzeitig erkannt und bietet somit die erste und überzeugendste Business Intelligence-Lösung auf beiden Intel-basierten 64-Bit Plattformen.“
QlikView lädt die Daten direkt in den RAM und ist auf diese Weise in der Lage, das Datenvolumen mit beispielloser Geschwindigkeit zu analysieren. QlikView ermöglicht durch volle Ausnutzung des Arbeitsspeichers die Analyse von Massendaten bis hinunter zur Transaktionsebene in ein und derselben Architektur und ermöglicht es damit, auch umfangreichste Datenmengen schnell und komfortabel zu analysieren. Die Intel Itanium 2 Plattform erlaubt dem System die Nutzung von bis zu 512 GB RAM-Adressraum. „In Partnerschaft mit Intel können wir unseren Kunden jetzt beliebig skalierbare BI-Lösungen bieten, die sowohl leistungsfähige KPIs wie auch hochgranulare Detailanalysen ermöglichen. Heute sind wir mit QlikView in der Lage, mit unserem wegweisenden Angebot aus schneller Implementierung, Bedienerfreundlichkeit und überraschenden Ergebnissen selbst den weltweit größten Herausforderungen in Business Intelligence gerecht zu werden“, kommentiert Måns Hultman, CEO QlikTech International.
Die KBV Projektleitung entschied sich die künftige KBV BI-Lösung auf einer zukunftssichern Plattform laufen zu lassen. Man entschied sich daher für die HP-Itanium Plattform Integrity mit dem 64-Bit Betriebssystem Windows für Itanium: „Die Microsoft Windows Umgebung ist perfekt auf Intel® Itanium® 2 abgestimmt und trägt durch das optimale Preis-Leistungsverhältniss der HP Integrity Server zu einer höheren Wirtschaftlichkeit der Gesamtlösung bei“, so Thomas Breig, Vertriebsleiter Gesundheitswesen HP Deutschland.
„Kunden wie die KBV bestätigen uns nachträglich in unserer Entscheidung, die 64-Bit-Technologie zu unterstützen. Diese verschafft uns eine einzigartige Marktposition, welche wir verstärkt nutzen werden, um BI-Marktführer im Gesundheitsmarkt zu werden“, erklärt Markus Roithmeier, Geschäftsführer der QlikTech Deutschland GmbH, die zukünftige Zielsetzung. Die 64-Bit-Version von QlikView ist seit Mitte 2004 verfügbar.
Zurzeit wird die QlikView-Lösung in der KBV-Zentrale sowie der KV Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt. „Wenn das System auch in den anderen KVen so gut angenommen wird, wie hier bei uns, dann ist eine potentielle Ausweitung der Lösung auf alle 17 KVen im Bundesgebiet denkbar“, so Obermeyer.
Die Stabstelle Abrechnung der KBV plant, auf Basis von QlikView nun zahlreiche BI-Anwendungen für die einzelnen Dezernate sowie für die KVen zu erstellen. Seit Implementierung von QlikView sind folgende Anwendungen entwickelt worden bzw. in Entwicklung: Arzneimittel-Datenbank, EBM-Simulation zur Simulation des neuen, seit dem 1.04.2005 im Einsatz befindlichen Einheitlichen Bewertungsmaßstabs, RLV-Anwendung zur Analyse der Regelleistungsvolumina sowie ein GIS-basiertes (Geografisches Informationssystem) Auskunftssystem des Bundesarztregisters.