Der vorgestellte Forderungskatalog ist ein Ergebnis des "Runden Tischs Pflege". Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt haben diese Initiative ins Leben gerufen, um mit Akteuren aus dem Bereich der pflegerischen Versorgung konkrete Verbesserungen der Pflege zu erreichen.

"Wir finden es sehr gut, dass die Pflege zukünftig von überflüssigen Paragrafen befreit werden soll, damit sich die beruflich Pflegenden noch stärker der direkten Pflege und Betreuung älterer und hilfebedürftiger Menschen zuwenden können", kommentiert Klaus Großjohann, Geschäftsführer des KDA, das Zehnpunktepapier.

Besonders erfreulich ist es für das KDA, dass zukünftig neue Wohn- und Betreuungsformen gezielt gefördert werden sollen und so dem Wunsch vieler Menschen nach "normalem" Wohnen auch bei Pflegebedürftigkeit nachgekommen wird.

Den Plan, dass ambulant betreute Wohngruppen nicht mehr von den Vorschriften des Heimgesetzes betroffen sein werden, bewertet Großjohann ebenfalls als positiv. "Das wird die Arbeit der engagierten Initiatorinnen und Initiatoren dieser neuen Wohnform erleichtern und einen Auftrieb im Hinblick auf ihre Verbreitung bewirken", prognostiziert der KDA-Geschäftsführer. Allerdings müsse das Recht der Bewohnerinnen und Bewohner, den Pflegedienst selbst zu bestimmen, sichergestellt sein.

MEDICA.de; Quelle: Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.