Kalorien sind der Schlüssel zum Gewichtsverlust

Über einen Zeitraum von zwei Jahren untersuchten die Wissenschaftler den Gewichtsverlust von insgesamt 419 Probanden in Auckland, Wellington und Christchurch im Alter von 35 bis 75 Jahren, die sich an einen fettarmen Ernährungsplan halten mussten. Während eine Gruppe proteinreiche Kost zu sich nahm, sollte sich die andere Gruppe kohlenhydratreich ernähren.

"Wir haben diese Untersuchung durchgeführt, weil Gewichtsverlust gerade bei der Regulation des Blutzuckerspiegels sehr wichtig ist und viele Diabetiker extrem übergewichtig sind. Es herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, durch welche Ernährung ein solcher Gewichtsverlust am besten und vor allem langfristig erzielt werden kann", erklärte Krebs.

Im Rahmen der Studie wurden Diabetiker mittleren Übergewichts (BMI über 27) in zwei Gruppen aufgeteilt und folgten einem bestimmten Ernährungsplan. Die Gruppen trafen sich außerdem 18 Mal mit einem Ernährungsexperten und führten Diättagebücher, um ihre Ernährung und ihren Gewichtsverlust zu dokumentieren.

Die Untersuchungen zeigten, dass sich der Gewichtsverlust derer, die sich fettarm und proteinreich ernährten, nach zwei Jahren kaum von denen unterschied, die eine fettarme und kohlenhydratreiche Kost verordnet bekommen hatten. Die Testpersonen beider Gruppen nahmen ab, was auf die Verringerung der Kalorienaufnahme durch die fettarme Diät zurückzuführen war. Allein die Kalorienreduzierung war somit ausschlaggebend für den Gewichtsverlust. "Wir konnten bei beiden Gruppen einen kleinen Gewichtsverlust von zwei bis drei Kilo verzeichnen, zwischen den beiden Ernährungsweisen wurden jedoch kaum Unterschiede sichtbar. Der Schlüssel zum langfristigen Gewichtsverlust liegt somit nachweislich in der Senkung der Energiezufuhr, also in einer Reduzierung der Kalorien, die wir täglich zu uns nehmen", gab Krebs zu verstehen.

Krebs zufolge deuten die Untersuchungsergebnisse außerdem darauf hin, dass wir in der Auswahl der für uns passenden Ernährungsweise durchaus flexibel sein sollten, um wirklich erfolgreich abzunehmen. Gesättigte Fettsäuren sollte man natürlich auch weiterhin vermeiden, genauso wie man Ballaststoffe weiterhin in großen Mengen zu sich nehmen sollte.

MEDICA.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann