Das zeigen erste Daten der "Anglo-Scandinavian Cardiac Outcomes Trial (ASCOT-BPLA)"-Studie, die jetzt beim Jahreskongress des American College of Cardiology (ACC) vorgestellt wurden. Diese Studie wurde 1997 begonnen, um verschiedene Behandlungsstrategien zur Bekämpfung der Hypertonie miteinander zu vergleichen. Hauptziel dieser Studie war, den Effekt der beiden genannten Kombinationen auf das Risiko eines nicht-tödlichen Myokardinfarkts beziehungsweise tödlicher koronarer Herzkrankheit (KHK) zu ermitteln.

19.257 hypertensive Patienten nahmen daran teil. Randomisiert wurden sie mit einer der beiden Kombinationstherapien behandelt. Im Verlauf des durchschnittlich 5,4-jährigen Nachbeobachtungszeitraums sank der durchschnittliche Blutdruck unter Amlodipin und Perdindopril von 164,1/94,8 auf 135.5/71,1 mmHg, unter der Vergleichskombination von Atenolol und Bendroflumethiazid von 163,9/94,5 auf 136,3/78,4 mmHg.

Der kombinierte Endpunkt eines nicht-tödlichen Myokardinfarkts plus tödlicher KHK wurde unter der neueren Kombination um 14 Prozent seltener erreicht (p gleich 0.005). Das Risiko eines tödlichen oder nicht-tödlichen Schlaganfalls sinkt um 23 Prozent, das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses um 26 Prozent, die kardiovaskuläre Mortalität um 24 Prozent.

Sämtliche Ergebnisse waren unabhängig von Alter, Geschlecht, Raucherstatus, Body Mass Index und anderen Einflüssen. Bezüglich unerwünschter Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Studiengruppen.

Auf der Basis dieser Ergebnisse wurde die Studie im Dezember letzten Jahres abgebrochen. Die endgültigen Daten sollen auf dem Jahreskongress der Europan Society of Cardiology (ESC) vorgestellt werden.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology (ACC) 2005 Annual Scientific Session: Late-breaking clinical trials 2