Nehmen Frauen in der Postmenopause ab, dann kann das schädlich für den Knochen sein. Bei einem Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent verringert sich die Knochenmasse um ein bis vier Prozent. Gemeinhin wird Kalzium empfohlen, um den Aufbau von Knochenmasse zu unterstützen. Wie aber steht es mit Frauen vor der Menopause? Ob die Einnahme von Kalziumsupplementen den Verlust an Knochenmasse bei prämenopausalen Frauen, die abnehmen wollen, verhindern kann – dies wurde bislang noch nicht untersucht.

Wissenschaftler haben dazu jetzt eine kleine Studie mit 44 übergewichtigen Frauen in der Prämenopause gemacht. Das Durchschnittalter lag bei 38 Jahren. Randomisiert erhielten die Frauen entweder 1,0 beziehungsweise 1,8 Gramm Kalzium pro Tag während sie sechs Monate lang abnahmen. Die Kontrollgruppe erhielt 1,0 Gramm Kalzium pro Tag, behielt aber ihr Gewicht.

Jene Frauen, die abnahmen, verloren im Durchschnitt 7,2 Prozent ihres Gewichts. Weder unter der geringen noch unter der hohen Kalziumdosierung verloren sie an Knochendichte. Es zeigte sich bei den Probandinnen unter der hohen Kalziumdosis sogar ein deutlicher positiver Zusammenhang zwischen erhöhten Serumwerten von 25-Hydroxyvitamin D und einer erhöhten Knochendichte am Oberschenkelhals.

Mit Hilfe verschiedener Knochenmarker analysierten die Studienleiter regelmäßig den Knochen-Turnover der Studienteilnehmerinnen. Der Knochenstoffwechsel stieg unter der Diät nicht an. Die Menge des Kalziums, das vom Körper aufgenommen wurde, war unabhängig davon, ob die Frauen abnahmen oder nicht. Unter der geringen Dosis absorbierten die Frauen durchschnittlich 238 Milligramm Kalzium pro Tag, unter der höheren Dosierung durchschnittlich 310 Milligramm pro Tag.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2007, Vol. 85, S. 972-980