07.06.2006

Industrieverband Spectaris e.V.

Kasachstan öffnet sich für Medizintechnik-Importe

Die Chancen für deutsche Medizintechnik-Hersteller in Zentralasien und vor allem in Kasachstan bildeten den Schwerpunkt des letzten Treffens des Expertenkreises Neue Märkte Medizintechnik. Wie der Verband berichtete, traf sich der Expertenkreis am 30. März, um die aktuellen Marktentwicklungen zu diskutieren, um Erfahrungen auszutauschen und Strategien zur Verbesserung deutscher Absatzchancen zu entwickeln. Zu Gast in der Sitzung war unter anderem Dr. Martin Hoffmann, Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft, der über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage in den Ländern Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgistan berichtete. Im Anschluss stellte Richard Hartelt, Fa. Aesculap, in einem spannenden Erfahrungsbericht die langjährigen Exportaktivitäten der Firma in Zentralasien vor. Weiteren Einblick in Möglichkeiten für deutsche Unternehmen in Zentralasien aktiv zu werden, stellten Ute von Kaufmann und Kornelia Kunze von der GIMA vor. Die GIMA richtet im Jahr 2006 zum 13. Mal die Messe KIHE in Kasachstan aus.

Gelegenheit zur Vertiefung bot ein Treffen mit Erbolat Dosayev, Gesundheitsminister der Republik Kasachstan, und mit seiner Excellenz Kayrat Sarybay, Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland. Die Delegation aus Kasachstan war am 11. April zu Gast bei SPECTARIS. Der Minister erläuterte in einer Gesprächsrunde mit deutschen Medizintechnikfirmen die Planungen für künftige Investitionen im Gesundheitswesen. Geplant ist eine grundlegende Modernisierung des Gesundheitssektors. Für den Bau neuer Krankenhäuser ist zum Einkauf neuer Medizintechnik über die nächsten Jahre ein Volumen von 500 Mio. EUR eingeplant. Dabei soll vor allem auf deutsche Medizintechnik zurückgegriffen werden, die in Kasachstan einen besonders hohen Stellenwert genießt.

Besonders interessant für deutsche Exporteure dürfte außerdem die geplante Aufhebung der Zulassungsvorschriften sein: EU-Standards sollen ab dem 1.7. 2007 zu 100% anerkannt werden. Medizinprodukte müssen zwar weiterhin registriert werden, der Registrierungsprozess wird sich dadurch jedoch deutlich beschleunigen und vereinfachen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Leonie von Samson.




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