Bild: Ein Kätzchen 
Ein Kätzchen ist bei kleinen
Kindern keine gute Idee
© Hemera

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF), Helmholtz-Gemeinschaft, bei der Auswertung der Daten von über 2000 Kindern aus Leipzig und München.

Die Studie widerlegt frühere Arbeiten, wonach Kontakt mit Katzenallergenen in den ersten Lebensmonaten einen schützenden Effekt habe. Das Autorenteam konnte vielmehr zeigen, dass neben der Haltung von Katzen bereits wiederholter Kontakt mit Katzenhaaren innerhalb und außerhalb des elterlichen Haushalts die Häufigkeit der allergischen Sensibilisierung durch den Nachweis Immunglobulin E (IgE) spezifischer Antikörper gegen Katzenallergene erhöht.

Bis zum Alter von zwei Jahren konnten die Wissenschaftler deutliche Korrelationen zwischen der Exposition gegenüber Katzenallergenen im häuslichen Umfeld und dem Auftreten von allergischer Sensibilisierung feststellen. Dieser Zusammenhang schwächte sich bei der Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen ab.

Statistische Korrelationen auf der Grundlage der häuslichen Katzenallergenexposition werden durch Expositionen außerhalb der Wohnung der Kinder verwischt. Insgesamt fanden die Forscher bei 1,3 Prozent der zweijährigen und bei 5 Prozent der sechsjährigen Kinder eine allergische Sensibilisierung gegenüber Katzenallergenen.

"Wichtigster Risikofaktor für das Auftreten von Allergien bei Kindern", betont der Leiter der Arbeitsgruppe Umweltepidemiologie am GSF- Institut für Epidemiologie, Dr. Joachim Heinrich, " ist und bleibt jedoch die familiäre Vorgeschichte. Leiden die Eltern unter Heuschnupfen, Asthma oder Tierhaarallergien, so haben ihre Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit ebenfalls allergische Symptome".

Die Studie zeigt, dass die Vermeidung von Katzenhaltung und generell von Kontakten mit Katzen insbesondere in Risiko-Familien nach wie vor empfohlen werden muss.

MEDICA.de; Quelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit