Kein Schmerz nach Brust-OP

Foto: Ärztin mit Patientin

Schneller schmerzfrei nach der
OP; © Picture Disk

Bei dieser thorakalen Paravertebralblockade wird vor der Operation den Patientinnen an einer Rippe am Rücken ein Schmerzmittel gespritzt, das die Nerven betäubt, die Brust und Achselhöhle versorgen. Durch die Verwendung von Ropivacain, einem modernen, langwirksamen Lokalanästhetikum, können so die operationsbedingten Schmerzen für 36 bis 48 Stunden ausgeschaltet werden. Die Operation findet wie bisher auch unter Vollnarkose statt, jedoch werden durch die zusätzliche, direkte Betäubung des Operationsgebietes weniger Narkosemittel als bisher benötigt.

Nach der Operation wachen die Patientinnen ohne Schmerzen auf, können rascher aus dem Aufwachraum auf ihr Stationszimmer verlegt werden und schneller zu den Aktivitäten des täglichen Lebens zurückkehren. Die Effektivität dieses Anästhesieverfahrens wird neben der hohen Zufriedenheit der Frauen mit dieser Methode auch dadurch unterstrichen, dass in den ersten zwei Tagen nach der Operation ein zusätzliches Schmerzmittel nur noch in Ausnahmefällen von den Patientinnen angefordert wird.

Die thorakale Paravertebralblockade ist ein technisch einfaches, rasch durchführbares und vor allem risikoarmes Verfahren zur Schmerzausschaltung. Komplikationen wurden bislang im Zusammenhang mit der Paravertebralblockade nicht beobachtet, jedoch ist eine Verletzung des Lungenfells durch die Punktionsnadel in Ausnahmefällen denkbar.

"Eine Befragung der Patientinnen an der Frankfurter Universitätsfrauenklinik ergab eine extrem hohe Zufriedenheit mit diesem Verfahren zur Schmerzausschaltung", erklärt Prof. Dr. Manfred Kaufmann. Als objektiver Parameter kann zusätzlich der postoperative Bedarf an intravenös verabreichten Schmerzmitteln herangezogen werden: weniger als zwei Prozent der Frauen benötigten in den ersten beiden Tagen nach der Operation zusätzliche Schmerzmittel.

MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität