Klarstellung des BVMed zur G-BA-Liste

Darauf hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hingewiesen. Medizinprodukte wie Verbandmittel, Hilfsmittel oder Implantate sind von dieser Regelung vollkommen unberührt und nach wie vor uneingeschränkt erstattungsfähig. Bislang war die Liste der verordnungsfähigen „arzneimittelähnlichen“ Medizinprodukte in der Anlage 12 der Arzneimittelrichtlinie (AMR) enthalten. Der BVMed bedauert, dass es durch die Neuregelungen zur Erstattung zum 1. Juli 2008 und durch die Bekanntmachungen zu Missverständnissen gekommen ist. So hätten einige Kassenärztlichen Vereinigungen verkündet, dass ab sofort ärztlicherseits keine Medizinprodukte mehr verordnungsfähig seien, es sei denn, sie stünden auf der „Ausnahmeliste“.

„Diese Aussage ist falsch und irreführend“, so der BVMed. Unter den verordnungsfähigen Medizinprodukten subsumieren sich unter anderem fast alle Hilfsmittel, alle Verbandmittel, Nahtmaterialien oder medizinische Implantate. In diesem Bereich gab es jedoch keine gesetzlichen Änderungen hinsichtlich der Verordnungsfähigkeit, so der BVMed. Dass beispielsweise Verbandmittel weiterhin verordnungsfähig und nicht von der genannten Regelung betroffen sind, stellte der G-BA im Zusammenhang mit der Umsetzung der Neuregelung explizit nach Auskunft des BVMed klar.

Zum Hintergrund: Nach dem 2007 in Kraft getretenen „Gesetz zur Änderung medizinprodukterechtlicher und anderer Vorschriften“ musste der G-BA für die Zeit nach dem 1. Juli 2008 in einer Liste festlegen, in welchen medizinisch notwendigen Fällen so genannte arzneimittelähnliche Medizinprodukte ausnahmsweise in die Arzneimittelversorgung einbezogen werden können. Anträge zur Aufnahme in die Liste können weiterhin an den G-BA gestellt werden.

MEDICA.de; Quelle: Bundesverband Medizintechnologie e.V.