14.11.2012

TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG

Klein aber oho!

ViKY® assistiert bei laparaskopischen Eingriffen
Mit dem kompakten und intelligenten Assistenzsystem ViKY® bietet TRUMPF eine einzigartige Lösung zur Unterstützung in der Allgemeinchirurgie, der Urologie und der Gynäkologie. Das System lässt sich zur Endoskopführung bei laparoskopischen Eingriffen oder auch als Halte- und Positionierungssystem für Uterusmanipulatoren einsetzen.

Endoskop-Einsatz erfordert Unterstützung
Endoskope sind zu den besseren Augen der Chirurgen geworden, die mit ihrer Hilfe Operationen ohne direkten Sichtkontakt auf das Operationsgebiet im Körperinneren durchführen. Mit Blick auf einen Monitor, muss der Chirurg seine Instrumente präzise halten und im Patientenkörper führen. Die erste Herausforderung: er sieht auf dem Bildschirm nur zweidimensional. Die Arbeitsrichtung der Instrumente entspricht allerdings selten der Blickrichtung. Zudem kann er die Instrumente nur eingeschränkt und unter Verlust von Freiheitsgraden bewegen. Da er zur Instrumentenführung beide Hände einsetzen muss, ist er auf die Unterstützung eines Assistenzarztes angewiesen. Dieser übernimmt das Halten und Führen der Endoskopkamera. Er muss erahnen, wohin der Chirurg blicken möchte und schnell und richtig auf Anweisungen reagieren. Oftmals muss er auch eine Position lange und stabil halten. Diese anstrengende und monotone Haltung führt schnell zu Ermüdung. Es lässt sich kaum vermeiden, dass die Endoskopoptik mit Gewebe in Berührung kommt. So sind Reinigungen erforderlich, die eine zeitraubende Neupositionierung des Endoskops nach sich ziehen.

Assistenzsystem für Endoskop-Führung
ViKY® löst diese Problematik. Das System übernimmt die Aufgaben des Assistenzarztes, der so während der Operation effizienter eingesetzt werden kann. Das Assistenzsystem besteht aus einer Steuereinheit und einer kompakten robotischen Einheit, die über einen Gelenkarm am Schienensystem des Operationstisches befestigt wird. Mit Hilfe entsprechender Adapter kann ViKY® herstellerunabhängig alle gängigen Endoskopoptiken, Endoskopkameras und Uterusmanipulatoren aufnehmen. Der Chirurg steuert das System selbst: per Sprach- oder Fußsteuerung lassen sich die Instrumente intraoperativ halten, führen und positionieren. So kann er eigenständig die Ausrichtung von Endoskop oder Uterusmanipulator kontrollieren. Das Assistenzsystem hält das Endoskop stabil und verbessert somit die endoskopische Bildqualität. Die Bewegungen sind vorhersehbar und entsprechen der für den Chirurgen gewohnten Art. Die präzise Positionierung reduziert die Kontakte zwischen Gewebe und Optik und so die Anzahl der Reinigungsintervalle. Zusätzlich wird der Chirurg in die Lage versetzt, bestimmte laparoskopische Eingriffe selbstständig durchzuführen – vorteilhaft bei Notfällen oder im Nachtdienst.

Einfache Integration
Seine kompakte Bauform und ein geringes Gewicht von nur 1,5 Kilogramm machen die Integration von ViKY® in das operative Umfeld einfach. Kurze Aufbau- und Rüstzeiten ermöglichen dabei die Einhaltung des intraoperativen Workflows. Die situsnahen Komponenten sind vollständig autoklavierbar, was eine sterile Abdeckung überflüssig macht. Drei Systemgrößen bieten ein breites Anwendungsspektrum: von der konventionellen Multi-Port-Laparoskopie bis hin zu Single-Port-Eingriffen. Unterschiedliche Positionen kann ViKY® abspeichern und auf Befehl zu einem späteren Zeitpunkt wieder anfahren. Und das für bis zu fünfzig verschiedene User, die das System gemeinsam nutzen und persönlich konfigurieren können.