Kleinschnitz für Forschungsarbeit gewürdigt

Kleinschnitz hat als wissenschaftlicher Assistent in der neurovaskulären Arbeitsgruppe von Professor Guido Stoll Erkenntnisse "von großem Interesse" erarbeitet und diese "in erstklassigen wissenschaftlichen Journalen publiziert", wie es in der Laudatio heißt.

Die mit dem Theodor-Naegeli-Preis ausgezeichnete Arbeit befasst sich mit der Bildung von Blutgerinnseln bei Schlaganfällen. Kleinschnitz konnte zusammen mit seinen Kollegen erstmals zeigen, dass die Blockade des Blutgerinnungsfaktors XII vor der Blutgerinnselbildung im Gefäßsystem des Gehirns schützt, ohne dabei das Blutungsrisiko zu erhöhen.

Dadurch ergeben sich neue Perspektiven für die Vorbeugung und Behandlung von bestimmten Formen des Schlaganfalls: Falls die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, könnte es durch eine medikamentöse Blockade des Faktors XII künftig gelingen, das Auftreten thrombembolischer Schlaganfälle zu verhindern, die durch eine mangelnde Durchblutung des Gehirns infolge eines plötzlichen Gefäßverschlusses ausgelöst werden. Die Blockade des Gerinnungsfaktors würde dabei die normale Blutgerinnung voraussichtlich nicht beeinträchtigen.

Die Schweizer Theodor-Naegeli-Stiftung, die den Preis international vergibt, hat die Förderung der medizinischen Forschung auf den Gebieten Thrombo-Embolie und Gerontologie zum Ziel.

MEDICA.de; Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg