"In vielen Bereichen ist die Luft sprichwörtlich besser geworden. Wir haben heute ein gesellschaftliches Klima, in dem Nichtrauchen immer mehr zum selbstverständlichen Verhalten wird. Tabakprävention und Nichtraucherschutz sind Dauerthemen auf der politischen Tagesordnung. Und das ist auch richtig so, denn Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit. Über 110.000 tabakbedingte Todesfälle gibt es jedes Jahr in Deutschland. Nichtrauchen muss in Deutschland der Normalfall werden", so Caspers-Merk weiter.

Die Senkung des Tabakkonsums in Deutschland gehöre zu den vorrangigen gesundheitspolitischen Zielen der Bundesregierung. Dieses Ziel wird mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen verfolgt. Hierzu zählen Informations- und Aufklärungskampagnen, die Einrichtung einer telefonischen Nichtraucherberatung, das Abgabeverbot von Zigaretten an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die Vereinbarung für mehr Nichtraucherschutz in der Gastronomie sowie die Tabaksteuererhöhung.

"Die Maßnahmen der letzten Jahre tragen Früchte. Besonders freue ich mich, dass Rauchen bei Jugendlichen zunehmend uncool wird. Wir haben erreicht, dass sich die Raucherquote in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen von 28 % im Jahr 1997 auf 20 % im Jahr 2005 gesenkt hat. Auch bei den Erwachsenen geht die Raucherquote langsam aber stetig zurück. Wir werden unsere erfolgreiche Tabakpolitik weiter führen - vor allem auch im Sinne der Raucherinnen und Raucher, die aufhören wollen, und das ist fast jeder Zweite", sagte Caspers-Merk.

Eine weitere Maßnahme der Bundesregierung zum Nichtraucherschutz gilt auch die Änderung in der Arbeitsstättenverordnung, die im Oktober 2002 in Kraft getreten ist. Jeder Arbeitgeber ist danach verpflichtet, die nicht rauchenden Beschäftigten vor den Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen am Arbeitsplatz zu schützen.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung