Klinik-Energiezentrale mit Wärmenetz verknüpft

23.10.2015
Foto: Energiezentrale der Klinik

Drei der vier BHKW, die Strom und Wärme zur Versorgung der Uniklinik Gießen und für das Fernwärmenetz der Stadtwerke erzeugen; © Gerhard Hirn, BINE Informationsdienst

Als erste deutsche Klinik integriert das Universitätsklinikum Gießen und Marburg gemeinsam mit den Stadtwerken Gießen seine Energiezentrale in das Nahwärmenetz der Stadt. Den Kern der Kraft-Wärme-Kälte-Anlage bilden vier Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme produzieren. Das BINE-Projektinfo 12/2015 "Energiezentrale versorgt Universitätsklinik Gießen" beschreibt erste Betriebserfahrungen.

Die vier Blockheizkraftwerke (BHKW) liefern Strom und Wärme. Die daran gekoppelten Kältemaschinen versorgen sensible Klinikräume und Geräte mit Kälte. Vorteil dieser Konstellation: Die BHKW können mit hohen Volllaststunden betrieben werden. Eine Klinik benötigt rund ums Jahr eine sichere Kälteversorgung. Wird die von den KWK-Anlagen zur Verfügung gestellte Wärme nicht benötigt, kann sie, ebenso wie die Kälteenergie, in das Netz der Stadtwerke eingespeist werden. Diese Einbindung in das Fernwärme- und Fernkältenetz bedeutet zugleich eine optimale Versorgungssicherheit für das Universitätsklinikum.

"Nachdem das Versorgungsnetz erweitert und weiter vernetzt wurde, konnten die Laufzeiten kontinuierlich verbessert werden. Die Anlage ist inzwischen vollständig ausgelastet. Zusätzlich wurde für extrem kalte Wintertage ein Spitzenlastkessel mit einer Leistung von 10 MW im Außenbereich installiert", so Christian Launhardt von den Stadtwerken Gießen.

Mit der neuen Anlage werden 21,9% Primärenergie und 33,6% CO2-Emissionen eingespart.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 – 92379-0.

MEDICA.de; Quelle: FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

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