Die Studie „professionelles Personalmanagement in deutschen Krankenhäusern“ des Centrums für Krankenhaus-Management (CKM) wurde stichprobenartig in Häusern mit unterschiedlicher Bettenzahl, Trägerschaft und regionaler Wirtschaftskraft durchgeführt. An der Befragung haben insgesamt 95 Personalmanager teilgenommen.

Die Studie zeigt, dass in der Praxis derzeit das Personalwesen im Sinne einer verwaltenden Aufgabe wahrgenommen wird. Ein professionelles, gestaltendes Personalmanagement ist bislang nur in wenigen Kliniken etabliert. 28 Prozent der Kliniken haben keine Personalstrategie definiert und nur 14 Prozent entwickeln Unternehmensstrategie und Personalstrategie in wechselseitiger Abhängigkeit.

Für 50 Prozent der Personalmanager ist das Thema Personalentwicklung und Qualifizierung das wichtigste Zukunftsthema. An letzter Stelle auf der Agenda von Personalmanagern stehen der Mangel an Pflegekräften und die Altersversorgung. Erstaunlich ist, dass das Thema demografischer Wandel von keinem der Personalmanager genannt wurde. Die Studie zeigt, dass das Durchschnittsalter in der Verwaltung bei 41 Jahren, im ärztlichen Dienst bei 39,6 Jahren und in der Pflege bei 38,4 Jahren liegt.

Die Personalmanager sind sich einig, dass eine gute Führungskraft vor allem über Sozialkompetenz verfügen muss. Umso alarmierender ist es, dass 42 Prozent der Kliniken die Sozialkompetenz in der Karriereentwicklung nicht berücksichtigen.

In 25 Prozent der Kliniken wird den Mitarbeitern keine aktive Möglichkeit zur Kommunikation gegeben, das heißt in diesen Krankenhäusern werden weder Mitarbeiterbefragungen durchgeführt noch gibt es Feedbackgespräche.

MEDICA.de; Quelle: Wilhelms-Universität Münster