Gesundheitsausgaben 2011: Knapp 294 Milliarden Euro

12.04.2013

Foto: Geld unter Lupe

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war 2011 die gesetzliche Krankenversicherung;
© panthermedia.net/Detlef Krieger

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland lagen im Jahr 2011 bei 293,8 Milliarden Euro, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Das entspricht pro Einwohner circa 3 590 Euro (2010: 3 530 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Ausgaben um 5,5 Milliarden Euro (plus 1,9 Prozent).

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) war mit 168,5 Milliarden Euro der größte Ausgabenträger. Die Ausgaben der privaten Krankenversicherung (PKV) stiegen mit 0,9 Milliarden Euro am deutlichsten (plus 3,5 Prozent).

Mit 144,1 Milliarden Euro entfällt fast die Hälfte der Ausgaben im Gesundheitswesen auf ambulante Einrichtungen. Bedeutsamste ambulante Einrichtungen nach Ausgabenvolumen blieben vor den Apotheken die Arztpraxen mit 44,4 Millarden Euro (plus 1 Milliarde Euro oder 2,3 Prozent mehr). Einen starken Anstieg auf 10,6 Milliarden Euro gab es auch in der ambulanten Pflege (plus 0,6 Milliarden Euro oder 5,5 Prozent mehr). Auf den (teil-)stationären Sektor entfielen in 2011 rund 37 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Hier wurden mit 107,4 Milliarden Euro 3,2 Prozent mehr aufgewendet als in 2010.

Wichtigste (teil-)stationäre Einrichtungen waren die Krankenhäuser (76,8 Milliarden Euro; plus 3,3 Prozent), gefolgt von der (teil-)stationären Pflege (22,2 Milliarden Euro; plus 3,1 Prozent) sowie Vorsorge- und Rehaeinrichtungen (8,4 Milliarden Euro; plus 2,3 Prozent).

MEDICA.de; Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)