Es gibt verschiedene Skalen, die die Krankheitsaktivität einer rheumatoiden Arthritis bestimmen beziehungsweise eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der betroffenen Patienten treffen. In verschiedenen Studien hat man versucht, diese Skalen oder andere Parameter, die mit einer rheumatoiden Arthritis verbunden sind, mit der Langzeitprognose von betroffenen Patienten zu korrelieren. Nun zeigt eine schwedische Studie, dass offenbar auch die Knochendichte in der Hand einen hohen Aussagewert für diese Frage hat.

152 Patienten nahmen an dieser Langzeitstudie teil. Zu Beginn der Untersuchung im Jahre 1978 waren die Patienten bereits seit durchschnittlich 13 Jahren an einer rheumatoiden Arthritis erkrankt. Von 108 Patienten lagen Röntgenaufnahmen der Hand vor, die bei Studienbeginn gemacht worden waren. Auf der Basis dieser Aufnahmen bestimmten die Studienleiter mit Hilfe der „Digital X-Ray Radiogrammetrie“ (DXR) die damalige Knochendichte der Hand. Schwedische Regierungsdaten lieferten Anhaltspunkte für die durchschnittliche Lebenserwartung der schwedischen Bevölkerung.

Das gesundheitliche Schicksal der Patienten wurde bis zum Jahre 2005, also 27 Jahre lang, nachverfolgt. Dabei zeigte sich, dass die Knochendichte der Hand neben anderen Faktoren die Gesamtmortalität der Patienten beeinflusst. Probanden, deren Knochendichte am geringsten war, hatten eine bis zu dreifach höhere Mortalität als gesunde Personen aus der Gesamtbevölkerung.

Verschiedene andere Parameter wie der Rheumafaktor, Larsen-Index und andere zeigten dagegen keinen Zusammenhang mit der Gesamtmortalität.

MEDICA.de; Quelle: European League Against Rheumatism (EULAR) Jahrestagung 2008