Insgesamt nahmen 1.469 Patienten aus acht Ländern an dieser Studie teil, die jetzt auf der 41. Jahrestagung der European Association for the Study of the Liver (EASL) vorgetragen wurde. Damit ist diese Studie die größte bislang durchgeführte Prospektiv-Studie mit dieser Patientengruppe. In dieser randomisierten Studie wurden Patienten mit einer Dosis von 180 g Peginterferon alfa-2a (40KD) einmal wöchentlich sowie mit einer täglichen Dosis von 800 g Ribavirin behandelt – entweder 16 oder 24 Wochen lang. Nach diesem Zeitraum folgte eine behandlungsfreie Beobachtungsphase von jeweils 24 Wochen. Die Studie wurde mit Patienten in Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Neuseeland, Spanien und den USA durchgeführt.

Bei einer 24-wöchigen Therapie erzielte eine größere Anzahl von Patienten eine anhaltende virologische Reaktion – was einer Heilung nahe kommt – als bei einer 16-wöchigen Therapie: 76 Prozent verglichen mit 65 Prozent. Die längere Therapie gibt damit Patienten eine deutlich bessere Heilungschance.

Patienten, bei denen ein schneller Rückgang der im Blut vorhandenen Viren beobachtet wurde, waren innerhalb von vier Wochen nach Therapiebeginn virusfrei. Dies wird als schnelle virale Reaktion bezeichnet. Auch bei diesen Patienten war die Heilungschance nach 24 Wochen Therapie höher.

Das Auftreten von Nebenwirkungen war in beiden Gruppen vergleichbar. Die höhere Heilungsrate bei 24-wöchiger Therapie wird damit nicht durch höhere Sicherheitsrisiken begleitet. Patienten in beiden Therapiegruppen hielten sich in gleicher Weise an die Therapievorschriften.

MEDICA.de; Quelle: European Association for the Study of the Liver (EASL) 41. Jahrestagung