Die Behandlung des hohen Blutdrucks wird oft erschwert durch eine mangelnde Compliance der Patienten in Bezug auf die antihypertensiven Medikamente. Obwohl es genug Wirkstoffe auf dem Markt gibt, gelten nur 25 Prozent der hypertensiven Patienten als gut eingestellt.

Viele dieser Probleme könnten mit einem Wirkstoff behoben werden, der gegen Angiotensin II wirkt, welcher ein wichtige Rolle in der Blutdruckregulierung spielt. Führt ein solcher Wirkstoff zum Erfolg, dann reicht es unter Umständen, zwei bis drei Mal im Jahr zum Arzt zu gehen und die Impfung aufzufrischen.

Genau dies hat jetzt eine Phase II-Studie mit dem experimentellen Wirkstoff CYT006-AngQb untersucht. Diese Substanz heftet sich an das Angiotensin II und blockiert es. 72 Patienten mit einer leichten bis mittel schweren Hypertonie dienten als Testpersonen. Sie hatten einen systolischen Blutdruck von 140 bis 179 mmHg und einen diastolischen Blutdruck von 90 bis 109 mmHg.

Die Patienten erhielten drei Mal innerhalb von vier Monaten 100 oder 300 Mikrogramm des Wirkstoffs beziehungsweise Placebo. Danach wurden die Probanden acht Monate lang nachuntersucht.

Abgesehen von leichten Hautirritationen an der Einstichstelle und gelegentlichem Kopfweh war der Impfstoff gut verträglich. Bei allen Probanden konnte ein guter Antikörper-Titer aufgebaut werden. Die Impfantwort war unter der 300 Mikrogramm-Dosis signifikant höher.

Der Blutdruck sank 14 Tage nach Beginn der Studie unter der 300 Mikrogramm-Dosis deutlich stärker als unter Placebo. Der systolische Blutdruck war im Vergleich zum Beginn der Studie um durchschnittlich 5,6 mmHg gesunken, der diastolische Blutdruck um 2,8 mmHg.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA): Scientific Sessions 2007 Abstract 2519