Evaluation: Kompetenznetze in der Medizin erfolgreich

31.01.2013

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Die Vernetzung der Forschung in den Kompetenznetzen der Medizin hat sich in der aktuellen Evaluation bewährt; © panthermedia.net/ Levente Janos

21 Kompetenznetze in der Medizin haben mit der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Wandel in der Zusammenarbeit zu Forschung und Versorgung bewirkt. Das bestätigt eine aktuelle Evaluation im Auftrag des BMBF.

Vernetzte Forschung ist ein Erfolgsgarant für verbesserte Therapien und Diagnosen. Die mit Hilfe des BMBF aufgebauten Strukturen haben Pionier- und Vorbildcharakter, sind international hoch anerkannt und verbessern die Patientenversorgung. Es wurden neue beziehungsweise optimierte Verfahren für Diagnose, Therapie und Prävention entwickelt, die unmittelbar in die Versorgung umgesetzt werden können.

Als einer der ersten Förderansätze des Gesundheitsforschungsprogramms der Bundesregierung stellen die Kompetenznetze in der Medizin bei wichtigen Krankheitsbildern konsequent die Vernetzung in der Gesundheitsforschung in den Fokus. Hierdurch soll die Translation von der Grundlagenforschung bis zur patientenorientierten Forschung verbessert werden.

Auf Empfehlung des Gesundheitsforschungsrates (GFR) hat das BMBF 2012 ein Gutachten erstellen lassen, das die Wirkung und die Ergebnisse von Vernetzung in der Gesundheitsforschung am Beispiel der Kompetenznetze in der Medizin eingehend analysiert. Die 16 Kompetenznetze der ersten drei Generationen, für welche die Förderung bereits ausgelaufen ist oder zeitnah ausläuft, wurden in die Evaluation einbezogen.

Die Evaluation hat gezeigt: Zur Überwindung der bisherigen Zersplitterung der medizinischen Forschungslandschaft werden die zerstreuten Kapazitäten, Kompetenzen und Infrastrukturen gebündelt. Forscher und Ärzte arbeiten eng zusammen. Daran beteiligt sind Universitäten, (Universitäts-)kliniken, stationäre und ambulante Versorgungseinrichtungen, Patientenorganisationen und Unternehmen. Die Bündelung von Kapazitäten und Kompetenzen ermöglicht die Bearbeitung neuer Themenstellungen, die über die Expertise einzelner Institutionen hinausgehen. Über multizentrische Ansätze werden zudem ausreichend hohe Fallzahlen in der Patientenrekrutierung zur Generierung valider Daten für die klinische und Versorgungsforschung ermöglicht. Die erhöhte Sichtbarkeit verbessert die Chancen bei der Antragstellung im internationalen Kontext, wie zahlreiche Beispiele zeigen.

Von den Kompetenznetzen wurden wesentliche Forschungsinfrastrukturen für die deutsche Gesundheitsforschung (Biomaterialbanken, klinische und epidemiologische Register) auf- und ausgebaut und dadurch die standortübergreifende Bearbeitung von Forschungsfragestellungen ermöglicht. Meist hierauf aufbauend wurden mehr als 400 klinische und epidemiologische Studien durchgeführt und damit die nicht-kommerzielle klinische Forschung in Deutschland wesentlich voran getrieben. Daraus ergibt sich ein hoher Mehrwert für die Patientenversorgung.

MEDICA.de; Quelle: Projektträger im DLR