Krücke zeigt Belastung an

Foto: Krücke

Bald können Therapeuten prüfen,
wie ihre Anweisungen umgesetzt
werden © Kesafloyd

Auf einer Anzeige soll der Patient die Beinbelastung kontrollieren und über einen eingebauten Datenlogger der behandelnde Arzt den Krankheitsverlauf diagnostisch überwachen können.

Der Walking Officer integriert eine Sensorik für die Aufnahme der Stützkräfte, der Bewegungsabläufe und der auftretenden Beschleunigungen in eine handelsübliche Gehhilfe. Außerdem soll die Gehhilfe eine Anzeige erhalten, anhand welcher der Patient kontrollieren kann, ob, wann und wie er richtig belastet. Schließlich beinhaltet das System einen Datenlogger, um den Wunsch der Mediziner nach einer diagnostischen Überwachung des Patienten und dessen Umgang mit der Gehhilfe im täglichen Leben nachzukommen.

Zunächst wurde die Elektronik für den Einbau in den Schaft einer Gehhilfe entwickelt, welche die gewünschten Daten, wie die Kraft entlang des Schafts, dessen Verformung sowie die Beschleunigung und Winkelstellung der Krücke erfassen und für eine spätere umfassende Analyse zwischenspeichern kann.

Diese Elektronik ist in der Lage, einfache Auswertungen selbst durchzuführen. So kann, beispielsweise durch den behandelnden Arzt, ein Fenster zweier Kräfte vorgegeben werden, das der Belastung des Beins entspricht, die der Patient aufwenden darf. Der Walking Officer gibt dem Patienten eine optische, akustische oder haptische Rückmeldung, falls er die Krücke unter- und somit das Bein überbelasten sollte.

Neben der direkten Anzeige des Belastungszustands ermöglichen die zusätzlich gewonnenen Sensordaten auch einen langzeitigen Nutzen bei der Abstimmung des Rehabilitationsprozesses durch den Orthopäden oder Physiotherapeuten.

MEDICA.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA