Krankenhauskosten um 2,5 Prozent gestiegen

Foto: Krankenhaussituation

Die durchschnittlichen Krankenhauskosten
je Fall variieren stark zwischen den ein-
zelnen Bundesländern; © panthermedia.net/
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Die Krankenhauskosten setzten sich im Wesentlichen aus den Personalkosten in Höhe von 49,5 Milliarden Euro (+ 4,3 Prozent gegenüber 2010), den Sachkosten (31,7 Milliarden Euro, + 4,4 Prozent) sowie den Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (1,1 Milliarden Euro, + 2,7 Prozent) zusammen. Weitere 1,2 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen, ähnliche Aufwendungen und Ausbildungsstätten. In den Gesamtkosten waren Ausgaben für nichtstationäre Leistungen in Höhe von 10,8 Milliarden Euro enthalten. Die durchschnittlichen Kosten je Fall variierten stark zwischen den einzelnen Bundesländern. Am niedrigsten waren sie in Brandenburg mit 3.570 Euro, am höchsten in Hamburg mit 4.628 Euro. Die Abweichungen sind den Statistiken zufolge strukturell bedingt: Sie würden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst.

„Kostendruck und Wettbewerb bei den Krankenhäusern schlagen schon jetzt voll auf die Beschäftigten und die Patientenversorgung durch“, kommentiert der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Professor Frank Ulrich Montgomery, die Zahlen. „Statt reflexartiger Rufe der Krankenkassen nach weiteren Einsparungen, brauchen wir konstruktive Vorschläge, wie der offenkundig steigende Finanzierungsbedarf der Krankenhäuser in einer älter werdenden Gesellschaft gedeckt werden kann."

MEDICA.de; Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis