Kreativität durch Feedback und Kommunikation

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Kommunikation und Feedback
beeinflussen Kreativität und
Gesundheit © SXC

Dazu gab die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Projekt "Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess - Bedingungen für eine kreativitätsförderliche Arbeitsgestaltung im Wirtschaftsleben" in Auftrag, das vom Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München bearbeitet wurde. Es sollte den Forschungsstand bilanzieren und daraus praxisorientierte Schlussfolgerungen für die Arbeitsgestaltung ableiten. Die Ergebnisse beruhen sowohl auf umfassenden nationalen und internationalen Literaturrecherchen, als auch auf empirischen Fallstudien in elf Unternehmen sowie Beispielen guter Praxis.

Für die Arbeitsgestaltung kristallisieren sich im Kern solche gestaltungsrelevanten Merkmale der Arbeit heraus, die in vielen arbeits- und organisationspsychologischen Konzepten im Mittelpunkt stehen. Dazu zählen vor allem Autonomie und Anforderungsvielfalt ebenso wie unterstützende Bedingungen in den Strukturen und Prozessen der Organisation und Führung. Dies bedeutet beispielsweise regelmäßiges, objektives Feedback von der Führungskraft an die Mitarbeiter und Kommunikation über die geleistete Arbeit, damit kreative Ideen weiterentwickelt werden können.

Allerdings kann sich ein Übermaß an Kreativanforderungen und Freiräumen auch ungünstig auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn weitestgehend unstrukturierte Anforderungen und Arbeitsprozesse Handlungsunsicherheiten hervorrufen, die sich zur erlebten Überforderung entwickeln.

Die Autoren machen deutlich, dass eine kreativitäts- und gesundheitsförderliche Aufgabengestaltung eine nachhaltigere Strategie ist als eine kurzfristige und kurzsichtige Selektion kreativer und besonders belastbarer Mitarbeiter für das Unternehmen. Auch angesichts der demographischen Veränderung des Arbeitsmarktes dürfte eine solche Strategie für unter Innovationsdruck stehende Branchen heute unabdingbar sein.

MEDICA.de; Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin